MAK

Full text: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 10)

schaffen: dies Pro- 
blem hat Murphy 
grossartig gelöst. 
Und in dieser 
Richtung liegt seine 
Künstlerschaft 
überhaupt, wenn 
er sich auch viel- 
N leicht das Problem 
einer Landschaft, 
fast ohne Formen 
' und Farben und 
doch mit aller per- 
spektivischen Kor- 
rektheit und der 
N höchsten maleri- 
schen Wirksam- 
i: keit, selten noch 
in so potenzierter 
Weise gestellt hat. 
' Auch Leonard 
Ochtman liebt vor 
1 allem die Poesie 
. der frühesten Mor- 
genstunden wie- 
derzugeben, aber 
er zeigt uns Täler 
und Hügelgelände, 
wenn die erste 
Sonne sie verklärt, 
oder auch wenn sie 
nachmittags hinabzusinken beginnt und einen goldigen Schein über die 
Landschaft verbreitet. Es liegt etwas ungemein Friedvolles, Freudvolles 
über Ochtmans Gemälden. Sein sonniges Temperament spiegelt sich in 
denselben wieder, die fein gestimmte Sensibilität eines für die subtilsten 
Nuancierungen empfänglichen Künstlergemütes. Die atmosphärischen 
Effekte weiss er mit unendlicher Feinheit und sehr viel Empfindung wieder- 
zugeben. Ochtman wurde dieses Jahr ausgezeichnet durch die Iness- 
Medaille, welche die Akademie der besten Landschaft der Ausstellung 
verleiht. Er ist geborener Holländer, wurde im Jahre 1854 in Zennemaire, 
Provinz Zeeland, geboren, aber seine Familie stammt ursprünglich aus 
Hannover. Sein Vater war Dekorationsmaler. Als Leonard 12 Jahre alt 
War, siedelte die Familie nach Albany, New-York, über. Der Knabe wurde 
erst zum gewerblichen Zeichner bestimmt, aber verwandte alle freie Zeit 
Douglas Volk, Mädchen
	        

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