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Full text: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 12)

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haupt um das Volkswohl verdient gemacht hat. Von ihm stammt auch der 
a. a. O. unter Nr. 24 aufgeführte Druck „Unterrichdt vnd Warnung an die 
Kirch zu Zwickaw" von 1523. Neben der ausdrücklichen Angabe des 
Druckortes Zwickau zeigt das Dresdener Exemplar in Bezug darauf auf dem 
Titelblatte in dem Wappenschilde links unten einen Schwan (der Löwe 
darüber ist jedenfalls als Wappen des Vogtlandes zu deuten]; das Papier 
enthält als Wasserzeichen das Zwickauer Stadtwappen (drei Schwäne), 
sowie das kurfürstlich sächsische Wappen (zwei gekreuzte Schwerter). Das 
auf dem Titel rechts aufgehangene Wappenschild zeigt eine Hausmarke 
(vielleicht des Holzschneiders), die aus M und W gebildet zu sein scheint. 
Ihre Deutung ist dem Verfasser nicht gelungen; das W könnte vielleicht 
Wittenberg bedeuten. Das Dresdener Exemplar trägt wie oben angeführt 
auf der Rückseite des Titelblattes den Titel: „Eyn Model Buchleyn darauß 
leychtlich das gewurck dises nach angezeygten formen erlernet werden 
mag." Es liegt nahe, diesen Nebentitel mit der darunter abgedruckten 
Abbildung eines Bauern als Titel der ursprünglichen ersten Ausgabe zu 
betrachten, da in demselben nur von den Ornamenten gesprochen wird, 
während im Haupttitel auch auf die H0lbein- und die später dazugekommenen 
Webereimuster („außnehen vnd borten wircken yn der Laden vn langen 
gestel") Bezug genommen wird. Danach würde die erste Ausgabe also 
auch 1525, und zwar im Anfange erfolgt sein, da die zweite Ausgabe eben- 
falls 1525 stattgefunden hat. Die Umrahmung des Titels für die zweite 
Ausgabe fehlt der ersten und scheint demnach später hergestellt worden 
zu sein. 
Im „Archiv für Geschichte des deutschen Buchhandels" 1893 enthält 
der Artikel „Buchwald, Stadtschreiber M. Stephan Roth in Zwickau in 
seiner literarisch-buchhändlerischen Bedeutung für die Reformationszeit" 
Auszüge aus den schon erwähnten Briefschaften Roths. Darin ist über unser
	        
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