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Full text: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 2)

7.: 
Künstlerinnen der Ge- 
genwart wie der Ver- 
gangenheit anhaftet, wie 
gross auch immer ihre 
Begabung sein oder ge- 
wesen sein mag - ein 
Mangel an Kühnheit 
und Entschlossenheit, 
welcher zu einem ge- 
wissen Zaudern in ihrer 
Darlegung einer ori- 
ginellen Idee führt, mit 
einem Worte, ein Er- 
mangeln an jener Eigen- 
schaft, welche uns an 
dem Weibe verhasst, 
bei der Kunst aber un- 
umgänglich notwendig 
ist: rücksichtsloser Aus- 
druck des Selbstver- 
trauens. Das stärkere 
unddeshalbglücklichere 
Geschlecht blickt 
gewöhnlich auf die 
Arbeiten der Künstle- 
rinnen mit einer Art 
gefälliger Duldung; es 
Kaminaufsatz von Miss Rope: "Demeter und Persephone" 
genügt, wenn sie anmutig, hübsch und mehr oder weniger technisch richtig 
sind, und reichliches Lob wird dort gespendet, wo, wenn die Arbeit eines 
Mannes Schöpfung wäre, die Kritik von einer ganz anderen Grundlage 
ausgehen würde. 
 
Spiegel von Miss Rope 
In England, 
wie auch in an- 
derenLändernhat 
die angewandte 
Kunst innerhalb 
der letzten zehn 
Jahre enorme 
Fortschritte ge- 
macht, und in 
demselben Ver- 
hältnisse, in dem 
der moderne Ge- 
schmack mehr
	        
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