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Full text: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 3 und 4)

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Tloxlml: 1'411.11. 
 
Schau-Essen, hergerichtet zur Feier der Krönung Franz I. in Haag x746 
dem besonders dazu verfertigten Streuzucker von allen möglichen Farben, 
so schön, wie man es nur verlangt, schattiert werdenf" 
Die vorgeführten Beispiele dürften genügen, eine hinlängliche Vor- 
stellung von dem Aussehen und Gedankeninhalte solcher Aufsätze zu geben; 
ob die Figuren und Architekturen u. s. w. in Zuckerwerk, Wachs oder 
Porzellan gebildet sind, macht für die vorliegende Frage keinen Unterschied. 
Jedenfalls lassen sich in den Zusammenhang solcher grossen Schau-Essen 
nahezu sämtliche erhaltene Porzellanliguren einreihen, ja die meisten sind 
nach Gegenstand und Form nur in dieser Verwendung zu verstehen. Die 
aufgeführten Schau-Essen geben schon ungefähr den ganzen Kreis der 
Darstellungen. In den allegorischen und mythologischen Figuren sehen wir 
Renaissancegedanken weiter fortleben. Die Gottheiten und personifizierten 
Naturkräfte, die Elemente, diejahreszeiten, die Monate, die Weltteile u. s. w., 
dieser ganze Apparat der Renaissancefeste, der bei ihren Aufzügen, thea- 
tralischen Aufführungen, Schau-Essen, ja selbst im Feuerwerk eine so grosse 
Rolle spielte, Findet im Porzellan des XVIII. Jahrhunderts noch einmal im 
kleinen eine reizvolle Verkörperung, bis er zugleich mit der neuen zerbrech- 
' Den Hinweis auf diese Notiz verdanke ich Herrn S. Lassar in Berlin.
	        

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