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Full text: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 3 und 4)

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Stockholm. Skansen. Mora- und Orsa-Stuben (Dalekarlien) 
 
ausreichend berücksichtigt erscheint. Besonders häufig aber Findet man 
Sammlungen, welche der Volkskunde gewidmet sind. Ihr Beginn reicht 
weiter zurück als ähnliche Bestrebungen bei uns, ihre Durchbildung ist 
sehr weit vorgeschritten und ihre Anlage wie ihr Wachstum sind zum 
grössten Teile privater Sammeltätigkeit zu verdanken, trotzdem sie öffent- 
lichen Charakter tragen. 
Immer mehr bricht sich die Erkenntnis Bahn, dass nicht in der Nach- 
bildung der glänzendsten Leistungen fremder Völker und vergangener Zeiten 
das Heil einer neuen Kunstentwicklung gefunden werden kann, sondern im 
Aufnehmen lebenskräftiger und noch nicht abgeschlossener Traditionen, die 
an's naheliegenden Quellen stammen. Und da bieten gerade die in der 
Heimat gesammelten und dem Leben der kräftigen und konservativen 
Bauernbevölkerung entnommenen Arbeiten besonders viel wichtige 
Anknüpfungspunkte; die Sammlungen für Volkskunde stehen heute als ver- 
mittelnde Bindeglieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart da. Wenn 
auch vielleicht ursprünglich die Absicht der Sammler auf ein mehr ethno- 
graphisches Ziel gerichtet war, wenn ihnen auch die Volkskunde als 
Führerin diente, so bieten die reichen und vielseitigen Resultate ihrer Tätig- 
keit doch ein noch höher gehendes Interesse, sie wurden zu anregenden 
Bildern der nordischen Volkskunst. Sie vermitteln die Kenntnis der ver- 
schiedenartigsten Einrichtungen des Hauswesens einfachster Art, in denen
	        
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