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MAK

Full text : Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 5)

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Vorhalle und Stiege in „ andhouse", Witley, von j. W. Troup

Schlangen, nixenhafte Weiblichkeiten, Schwärme seltsamer, juwelenfarbener Fischchen,

launenhafte Ranken von grünem und goldenem Gewächs, alles von einem gleichsam in

Wasser aufgelösten Tageslicht beschimmert. Klimt hat sich aus diesen halb rätselhaften

Elementen eine neue Traumwelt geschaffen, deren Herrscher er ist. Mit einiger Befremdung

 sieht man übrigens in dieser Ausstellung, wie sehr Klimt jetzt von andern nachgeahmt

 wird. Da gibt es denn eine ganze Reihe falscher Klimte, obgleich die Sezession

doch als allerersten Grundsatz das Nichtnachahmen, das Sichselbstgeben aufgestellt

hat. Diese verunglückten Bilder werden hoffentlich warnende Exempel bleiben. Auf

diesem Holzwege könnten einige sonst achtbare Talente verkommen. Viel Erfolg hat

Maximilian Lenz mit seinem grossen Prachtbilde „IdunasäpfeW. In idyllischer Landschaft

sitzt eine goldgekrönte Frau in goldgesticktem Königsmantel, der sich weithin im Grünen

verbreitet. Der Mantel verbirgt nichts von ihrer schlanken Blösse, die eigentümlich

stilistisch behandelt und doch wieder durch einen schwärzlichen, an alte Spanier

erinnernden Hauch in persönliche Farbe gesetzt ist. In der Konzeption meldet sich

Aubrey Beardsley als Vorbild, doch hat der tiefemste Künstler die Anregung in seiner

Weise und mitmalerischer Eigenheit fruchtbar gemacht. Zu eigener Virtuosität gelangt auch

Engelhart in einigen weiblichen Aktstudien, die er dem Freilicht in sommerlichem Grün

aussetzt. Brillant ist sein Blick in den Sophiensaal, an einem Ballabend. Seine Mädchenbüste

 in Marmor und die Bronzestatue eines kleinen Mädchens sind von liebenswürdiger

Kindlichkeit und viel plastischem Eigengefühl. Orlik macht seinen ersten lebensgrossen

Akt, der schon viel Leben im Fleischton hat. Bernatzik unternimmt ein gelb-in-gelbes
            
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