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Full text: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 7 und 8)

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eine stärkere persönliche Note dokumentierten. Man klagt, dass der ameri- 
kanische Maler zu wenig schöpferisch arbeite, aber wo wird ihm weniger 
Förderung für eine grosstigurale Kunst, denn in Amerika? Im Staffeleibild 
wird sie wenig anerkannt, in den Ausstellungen in die Ecken gesteckt, selten 
verkauft. Für dekorative Malereien fehlen die staatlichen Aufträge fast 
ganz und die wenigen, die es gibt, müssen auf Umwegen, die nicht jedem 
Künstler passen, erlangt werden. 
Leonard Ochtman hat aber den Preis für das beste Landschaftsbild mit 
seinem „Herbstsonnenaufgang" wohl verdient. Die volle Poesie der Früh- 
morgenstunde im Walde ist darüber ausgegossen, und dabei trägt es den 
Stempel echter Naturbeobachtung. Es ist einer der schönsten Ochtmans. Das 
Gemälde ist jetzt der St. Louiser Kunstabteilung der Amerikaner einverleibt 
worden. Hätte es einen Preis für Stilleben gegeben, so wäre kein Zweifel 
gewesen, dass Wm. M. Chase ihn verdient hätte. Ein paar verschieden- 
farbige Gefässe, Bücher und Pinsel, in denen noch saftig die volle Farbe 
hängt, das ist eigentlich kein Gegenstand, um sich ewige Lorbeeren zu 
holen. Und doch, wenn man diese an sich so unbedeutenden Dinge nicht 
nur mit einer grandiosen Technik, sondern auch mit einer grossaxtigen
	        
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