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MAK

Full text : Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 7 und 8)

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Wie kein andrer wieder ward Whistler von seinen nicht allzu zahlreichen

 Anhängern bewundert und vergöttert: ja, ihr bis ins Abgeschmackte

übertriebenes Lob schadete dem Ruf des Meisters mehr, als der Spott seiner

Gegner.

Heute, kaum ein Jahr nach seinem Tode, hat Whistler bereits seinen

festen Ehrenplatz in der Kunstgeschichte und der moderne Kritiker, sei es

aus Überzeugung, sei es aus Furcht, sich vor den Wissenden lächerlich zu

machen, wagt es nicht mehr, ein abfälliges Urteil über den Meister zu fällen.

Doch mit dem grossen Publikum steht es, in England zum mindesten, noch

anders. Das Durchschnittsauge ist nicht auf die unendlich zarten Nuancen

der Whistlerschen Palette gestimmt und kann dieselben ebensowenig verstehen,

 als das an Halbnoten gewöhnte Ohr des Mitteleuropäers die Viertelnoten

 der orientalischen Tonleiter. Whistlers Symphonien und Noktumen

v4 so bezeichnete er selbst seine Bilder g sind daher vielen vollständig unverständlich

 und da sich doch betreffs der Malerei jedermann ein Urteil

anmasst, wird der Meister auch noch heute von vielen verkannt und als ein

Poseur und Possenreisser hingestellt. Selbst seine unglaublich zarten,
            
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