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MAK

Full text : Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 9)

11'.)



Diele im Wirtshaus zum Lamm, Klausen

sie ihrer eigenen Arbeit nachgeht. Es ist die Zentralstelle, die Verbindung

zwischen den Wirtschaftsräumen und den intimeren Räumen des Hauses;

die zugleich wohnlich und geräumig ist.

Die Abmessungen dieser bäuerlichen Anlagen sind meist nicht geringe.

Ein typisches Beispiel zeigt eine Grösse des Hausviereckes von 16 Meter

Breite und 40 Meter Länge; darin nimmt dieWohndiele g Meter auf 16 Meter

ein, während für die Kammern höchstens je 4 Meter auf 6 Meter entfallen.

Der Grundriss des ganzen Hauses stellt sich aus strengen, nebeneinander

 gereihten oder ineinander geschobenen Rechtecken dar, mit einer

Längsachse von Giebel zu Giebel und einer Querachse durch dieWohndiele.

Das Dach darüber, ein einziger grosser Sattel mit kurzen Walmen, aber tief

herabreichend. So einfach die Aussenforrn, so belebt und ausgebildet die

innere Einteilung?

Der Sprachgebrauch hat im Norden für die zentrale Raumbildung das

Wort „Diele" festgehalten. Im Bereich des fränkischen Hauses in Mitteldeutschland

 tritt das Wort „Tenne" für ähnliche Zwecke auf. In beiden

Fällen lässt sich etymologisch die Herkunft von der Bezeichnung der Fussbodenbekleidung

 herleiten - vom Holzboden und dem gestampften Lehmboden

 - was uns erklärlich wird, wenn wir bedenken, dass eine Abtrennung

von Schlafräumen erst spät eintrat und dass das mit dem Menschen unter

"k Abbildungen bringen: Griese, „Dievierlandw. Hamburglßgq, mit guten Lichtbildem. Schwindrazheim,

"Deutsche Bauernkunst" mit guten Literaturnachweisungen und vielen Hzndskizzen. Ferner „Das Bauerhaus

im Deutschen Reich und in seinen Grenzgebieten".
            
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