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Full text: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 10)

Emest Newton, Bibliothek im Hause Steephill auf der Insel Jersey (Aus: "Muthesius, Das englische Haus", 
Bd. I. Verlag von Ernst Wasmuxh, G. m. b. H.. Berlin) 
 
Engländer betont wurde, wie unbekümmert um Symmetrie und Regeln die 
Lichtquelle an der Stelle und in der Form angeordnet wird, welcher der 
Innenraum bedarf; wie das Betonen einer gesunden und einfachen 
Konstruktion und Massengruppierung als ausreichender Schmuck für das 
Äussere betrachtet wird. Unter solchen Bedingungen wirkt auch eine 
Anlehnung an mittelalterliche oder antike Einzelheiten nicht als Stilkopie; 
die Vermeidung einer solchen Anlehnung wirkt auch nicht revolutionär, 
ihre Anwendung vielmehr in der Regel als Weiterbildung gewisser 
eingebürgerter und bewährter Formen, ohne Altertümelei und dort, wo man 
sich stark genug fühlt, ganz unabhängig aufzutreten, geht eben Ererbtes 
neben Neubildungen zwanglos einher. 
Die grosse Achtung vor der Selbständigkeit der Persönlichkeit kommt 
dabei dem Künstler zugute. Er hat Gelegenheit sich auszusprechen, man 
räumt ihm den gebührenden Platz ein und gönnt ihm die nötige Freiheit der 
Gestaltung, die unerlässlich ist, häufiger wie bei uns. Dadurch, dass der 
Künstler bestimmten klaren Forderungen gegenübersteht, die alten Wohn- 
sitten entspringen, vermag er mit den eigenen Ausdrucksmitteln den 
Bestellern näher zu kommen; der Bauherr muss nicht erst beim Bauen 
lernen, was er „will" und „wollen darf". Und doch besteht eine grosse 
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