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MAK

Full text : Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 10)

"f!"

Mannigfaltigkeit innerhalb der vorhandenen

Grenzen, die man durch Anwendung alter,

guter Grundsätze zu erweitern sucht.

Der nivellierende Einfluss der modernen

Baumaterialien wird zu bekämpfen gesucht

durch richtige Anpassung an die lokale Eigenart.

 In seinem Essay betont G. Dawber die

Bedeutung, welche die „Ortsüblichkeit" für die

Entwicklung charakteristischer Bauweisen

x hatte, wie man auf einer Reise leicht schon

'_ aus dem Baumaterial und der Art seiner Ver-Wendung

 erkennen konnte, in welchem Distrikt

Englands man sich aufhielt. In dem Haus „at

St. Andrews" von R. S. Lorimer ist ein hübsches

 Beispiel dieser Bestrebungen neuerer

Arbeit gegeben. Andere aber ähnliche Ziele

drücken sich in der Gestaltung des Innen-



Edgar Wood. Haus in Edgerton bei

HuddersnelrLYorkshire, Erstes Stockwerk faumes aus,

(Aus: "Muxhesius, Das englische Haus", - - --Bdlverlag

 von Emstwasmuth, am Hier treten die Gegensatze von Alt und

b.I-I..Berlin) Neu stärker hervor und hier ist auch für die

jüngsten Bemühungen, der künstlerischen

Persönlichkeit zum individuellen Ausdruck zu verhelfen, der geeignete

Schauplatz.

Die Zahl der Essays, welche Fragen der Innenausbildung betreffen, ist

demgemäss überwiegend. Wenn die meisten derselben allgemeine Gesichtspunkte

 in Verbindung mit Rückblicken enthalten, so tritt uns in Frank

Brangwyns Darstellung so recht die Art einer künstlerisch geschlossenen

Individualität entgegen. In seiner Besprechung des Heims und seiner

Schlafräume gerät er von selbst bei der Betrachtung bestimmter Forderungen

und Bedingungen in die Lage zu sagen, wie er sich in einem gegebenen

Fall ihre Erfüllung denkt und die Abbildungen eines reizvollen Schlafraumes

illustrieren seine anregenden Worte.

Von George Walton ist besonders in einem feingestimmten Speisezimmer

 (Diningroom at the Leys, Eistree) ein Gegenstück gegeben;

Wohnräume und Hallen von Lutyens, Lorimer, Voysey zeigen zahlreiche

andere feine Lösungen nach moderner Anschauungsweise, während durch

Belcher, Brierley, Shaw und andere die ältere, noch mehr auf historischer

 Basis stehende Auffassung ausgedrückt wird. In seinem Essay

gibt uns Mervyn Macartney eine ganze Entwicklungsgeschichte eines der

wichtigsten Teile des Hausinneren: der Halle und betont den ungünstigen

EinHuss, den der Import ausländischer Ideen (insbesondere vom italienischen

Palazzo), zeitweilig im englischen Heim geübt hat. Manche Abbildung

zeugt noch davon. Doch zeichnet im allgemeinen das gute englische

Interieur der Mangel an „Architectur" vorteilhaft aus und nur der Kamin-
            
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