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Full text: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 10)

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.. STERREICHISCI-IE GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DER 
MEDAILLENKUNST UND KLEINPLASTIK. Am 4. d. M. fand die 
Preisverteilung für die Entwürfe statt, welche auf Grund der ausgeschriebenen Konkurrenz 
für eine Plakette mit den Themen „Frühling" oder ,.Donauweibchen und Eiserner Mann" 
oder „Hundertjähriger Bestand Österreichs als Kaisertum" eingesendet wurden. Den 
I. Preis von 1000 Kronen erhielt der Bildhauer ]osef Groh aus Bubentsch bei Prag, je 
weitere finfAnei-kennungspreise von ioo Kronen erhielten Professor Tautenhayn, Professor 
Stephan Schwartz, Rudolf Ciiek, Johanna Mischl und Hella Unger. 
Die Entwürfe wurden während einiger Tage im Sitzungssaale des Österreichischen 
Museums ausgestellt. 
REISAUSSCI-IREIBEN, Der geschäftsführende Ausschuss der Deutsch- 
böhmischen Ausstellung Reichenberg xgoö erlässt hiemit ein Preisausschreiben zur 
Erlangung geeigneter Entwürfe für ein Ausstellungsplakat; zu diesem Wettbewerbe sind 
alle - auch die im Auslande lebenden - deutschösterreichischen Künstler eingeladen. 
Das grösste zulässige Format soll 100 X 70 crn nicht überschreiten, muss für Verkleinerung 
geeignet und rnit höchstens fünf Farben herzustellen sein. Vorgeschrieben sind lediglich die 
Worte: „Deutschböhmische Ausstellung, Reichenberg 1906"; die Wahl des Motives bleibt 
dem Künstler überlassen; jedoch erhalten bei gleichen Qualitäten jene Arbeiten den Vorzug, 
die das Charakteristische nordböhmischer Eigenart besonders prägnant hervorheben. 
x. Preis xooo K, 2. Preis 500 K. Die Preisarbeiten sind bis längstens 20 Dezember 1904 
„An den geschäftsführenden Ausschuss der Deutschböhmischen Ausstellung, Reichenberg 
x9o6" in Reichenberg abzuliefern oder frankiert einzusenden. Der Name des Bewerbers 
darf nirgends ersichtlich sein, sondern ist nur in einem versiegelten Umschlage, der das 
gleiche Nennwert oder Zeichen wie die Arbeit tragen muss, beizufügen. Künstlerisch 
selbständige Entwürfe von technisch tadelloser Durchführung sind Bedingung. Die preis- 
gekrönten Arbeiten geben in das unumschränkte Eigentum des Ausschusses über. 
MITTEILUNGEN AUS DEM K. K. ÖSTER- 
REICHISCHEN MUSEUM S0 
SEINE MAJESTÄT DER KAISER hat am 26. v. M. mittags die Ausstellung 
der Photographischen Gesellschaft im Osterreichischen Museum durch seinen Besuch 
ausgezeichnet. Zum Empfange Seiner Majestät hatten sich im Säulenhofe des Museums 
Unterrichtsminister Dr. Ritter v. Hartel, Statthalter Graf Kielmansegg, Polizeipräsident 
Ritter v. Habrda, Bürgermeister Dr. Lueger, Ministerialrat Milosch Fesch, der Vizedirektor 
des Museums Regierungsrat Dr. Leisching in Vertretung des auf Reisen befindlichen 
Museumsdirektors Hofrats A. v. Scala, der Präsident der Photographischen Gesellschaft 
HofratDr. Eder, derPräsident des WienerAmateur-Photographenklub Schmoll v. Eisenwerth, 
zahlreiche Aussteller und Mitglieder der Gesellschaft und Klubs etc. eingefunden. 
Seine Majestät der Kaiser fuhr in Begleitung des Generaladjutanten G. d. K. Grafen 
Paar und gefolgt vom Fliigeladjutanten Major Driancourt beim Museum vor und wurde 
im Vestibüle vorn Unterrichtsminister Dr. Ritter v. Harte], Statthalter Grafen Kielmansegg, 
Hofrat Dr. Eder und Regierungsrat Leisching empfangen. Im Säulenhofe vor der Riesen- 
photographie der Stadt Neapel hatten der Ausschuss der Photographischen Gesellschaft 
und viele Mitglieder Aufstellung genommen und hier richtete Unterrichtsminister Dr. Ritter 
v. Hartel eine kurze Ansprache an Seine Majestät den Kaiser, in der er mitteilte, dass die 
im ]ahre 186i begründete Wiener Photographische Gesellschaft die erste photographische 
Ausstellung in Österreich-Ungarn vor vierzig jahren arrangierte und dass auch die gegen- 
wärtige Ausstellung, die ein Bild der jetzigen Leistungsfähigkeit auf dem Gebiete der
	        

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