MAK

Full text: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 12)

behörden selbst hatten sich 
in mancher Beziehung ver- 
rechnet oder die Gelder nicht 
richtig angewendet. Natürlich 
musste da nun wieder die 
Kunst das Stiefkind darstellen, 
an dem gespart wurde. Kurz- 
um, ohne des genauem auf die 
komplizierten finanziellen An- 
gelegenheiten der Weltaus- 
Stellung, die in erster Linie 
auch Privatunternehmen war, 
dem die Staaten finanziell bei- 
standen, eingehen zu wollen, 
will ich nur noch feststellen, 
dass eine allgemeine Auffor- 
derung an die Künstlerschaft, 
ihre Arbeiten einzusenden, 
erst nach Erlangung der 
zweiten 5000 Dollars für jeden 
Staat im März erging. Schon 
eine Woche darauf sollten 
die Bilder der Jury vorgezeigt 
werden, der daher auch wenig Zeit zur Beurteilung blieb. Manche Künstler 
hatten nun keine Gemälde bereit, denn sie hatten gar nicht mehr erwartet, 
aufgefordert zu werden. Niemals war noch bekannt gemacht worden, in 
welcher Weise die Auswahl 
getroffen werden würde. 
Nur waren die bekanntesten 
Maler schon früher einge- 
laden worden, ihre Werke 
zu senden, ohne ]uryzensur. 
Deshalb wurden nicht all- 
zuviele Gemälde unserer 
Jüngsten eingesandt, des- 
halb hatte man Raum übrig 
und die retrospektive Aus- 
stellung wurde veranstaltet, 
indem man die Besitzer von 
Privatgalerien um Gemälde 
älterer berühmter Meister 
ersuchte. Um die verschie- 
dene Beeinflussung der , 
amerikanischen KUTlSt Zll Weltausstellung zu St. Louis, Kamin, Rockwood Pottery Co. 
 
Weltausstellung zu St. Louis, Kamin, Rookwood Pottery Co. 

	        
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