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Aus dem Süden stossen
uns allerdings bedeutende
Werke auf, nämlich aus
Texas diejenigen von Elisabeth
Ney. Diese Künstlerin
ist aber keine geborene
Texanerin, sondern bekanntlich
eine Deutsche. Besonders
dadurch ward einst ihr Name
in den Vordergrund gerückt,
dass sie die einzige nach dem
Leben gemeisselte Büste des
Königs Ludwig von Bayern
gefertigt hat und zwar mit
viel Erfolg. Sie hat sich später
aus Liebe für ein freies Leben
nach Amerika begeben. Ihre
Porträtbüsten sind sehr ausdrucksvoll.
Sie sandte in die
Skulpturhalle eine Statuette
von Garibaldi und eine Büste
von Jakob Grimm. Das
Texas-Gebäude schmückt
eine stattliche Reihe von
Nationalhelden, von ihrer
Hand gemeisselt.
Wie vorher erwähnt,
beherbergt die Skulpturhalle
Weltausstellung zu St. Louis, Haarschmuck, Gold und Email,
Louis C. Tiflany, New-York
zum grossen Teile Skulpturwerke, deren ich schon früher gedacht habe.
(Amerikanische Bildhauer, August, September IQO3.) Sehr interessant waren
eine Reihe höchst ausdrucksvoller Skulpturen von Charles GräHy aus
Weltausstellung zu St. Louis, Libelle, Louis
C. Titfany, New-York
Philadelphia, dessen ernste, bedeutsame
Kunst in erster Reihe unter der amerikanischen
Bildhauerei steht, der aber in
New-York noch nie diese seine letzten
Werke ausgestellt hatte.
Hans Schuler, ein Deutschamerikaner,
der aber in Paris lebt, war in der amerikanischen
Abteilung ein Neuling, aber
seine gedankenreichen, formenschönen
Kompositionen gereichen ihr sehr zur
Zierde. „Das verlorene Paradies" sowie
„Ariadne" und „Adam" sind seine
Werke.