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MAK

Full text : Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 12)

027

Aus dem Süden stossen

uns allerdings bedeutende

Werke auf, nämlich aus

Texas diejenigen von Elisabeth

 Ney. Diese Künstlerin

ist aber keine geborene

Texanerin, sondern bekanntlich

 eine Deutsche. Besonders

dadurch ward einst ihr Name

in den Vordergrund gerückt,

dass sie die einzige nach dem

Leben gemeisselte Büste des

Königs Ludwig von Bayern

gefertigt hat und zwar mit

viel Erfolg. Sie hat sich später

aus Liebe für ein freies Leben

nach Amerika begeben. Ihre

Porträtbüsten sind sehr ausdrucksvoll.

 Sie sandte in die

Skulpturhalle eine Statuette

von Garibaldi und eine Büste

von Jakob Grimm. Das

Texas-Gebäude schmückt

eine stattliche Reihe von

Nationalhelden, von ihrer

Hand gemeisselt.

Wie vorher erwähnt,

beherbergt die Skulpturhalle

Weltausstellung zu St. Louis, Haarschmuck, Gold und Email,

Louis C. Tiflany, New-York

zum grossen Teile Skulpturwerke, deren ich schon früher gedacht habe.

(Amerikanische Bildhauer, August, September IQO3.) Sehr interessant waren

eine Reihe höchst ausdrucksvoller Skulpturen von Charles GräHy aus



Weltausstellung zu St. Louis, Libelle, Louis

C. Titfany, New-York

Philadelphia, dessen ernste, bedeutsame

Kunst in erster Reihe unter der amerikanischen

 Bildhauerei steht, der aber in

New-York noch nie diese seine letzten

Werke ausgestellt hatte.

Hans Schuler, ein Deutschamerikaner,

der aber in Paris lebt, war in der amerikanischen

 Abteilung ein Neuling, aber

seine gedankenreichen, formenschönen

Kompositionen gereichen ihr sehr zur

Zierde. „Das verlorene Paradies" sowie

„Ariadne" und „Adam" sind seine

Werke.
            
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