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MAK

Full text : Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 12)

hervorgebracht werden. Leuchter, Schreibtischgarnituren,

 Juwelenkästchen, Bilderrahmen,

 Laternen für Sommerheimstätten

werden in diesen Materialien hergestellt

und zwar in Formen, die sich zum Teil an

amerikanische Stile (Mission- und Kolonialstil),

 zum Teil an die europäische Moderne

anlehnen. Der „Arts and Craft Shop" in

Cleveland liefert recht geschmackvolle Gefässe

aus Silber mit Email und mexikanischen

Opalen verziert, ferner auch Schmuckgegenstände

 von Silber mit Turmalinen und Perlen

verziert. Die Entwürfe sind von Jane Carson

recht reizvoll komponiert, Frances Barnum

und Mildred Watkins sind ihre Mitarbeiterinnen.

Allerdings mit Anlehnung an antike Formen, aber

durch edles Ebenmass und sehr schöne Arbeit

zeichnen sich die Silberwaren von j. Artur Stone

von Massachusetts aus. Die Arbeiten von Mary

C. Knight, Silber- sowohl als Zinnwaren, verdienen

 auch noch Erwähnung. Wenn einige der

vorerwähnten Künstler auch neben Gebrauchsgegenständen

 den Schmuck mit in ihre Arbeits-Sphäre

 einbezogen haben, so erübrigt mir doch

noch des besonderen derjenigen zu gedenken, die

ausschliesslich hochkünstlerischen Schmuck sich

als ihre Domäne auserkoren haben.

Es ist nur gerecht, hier in erster Linie der

Arbeiten eines jungen Künstlers Erwähnung zu

tun, die wirklich alle anderen dieses Genres in der

amerikanischen Abteilung ausstechen. Ob sie

überhaupt mit Fug und Recht in die amerikanische

Abteilung gehören, will ich hier nicht entscheiden,

1  denn der Künstler H ursprünglich Bildhauer -

l Max Peinlich, ist Wiener von Geburt und verdankt

seine künstlerische Ausbildung seiner Vaterstadt

1 ß sowohl als dem Seine-Athen. Seit zirka drei Jahren

hat er aber New-York zu seiner neuen Heimat erkoren.

 Laliquescher Einfluss ist ganz unerkennbar.

Weltausstellung zu St. Louis Wenn vielleicht etwas vom zarten Farbenreiz des

Hängeuhn 31mm Rohlfs: Meisters in Peinlichs Arbeiten mangelt, so ist

3115110, Union-Staaten dafür eine kräftige Linienführung, sehr viel

poetische Empfindung und eine plastische Vollendung vorhanden, die den Bildhauer

 verraten. „Die Nacht" nennt er einen I-Ialsschmuck: eine in Gold




            
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