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MAK

Full text : Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 2)

Wisteria-Laube in einem Park von Tokio



Bambusgeflecht, knorriges zu phantastischen Gebilden umgeformtes Pfahlund

 Astwerk!"

Für ]apan gilt diese allgemeine Charakteristik Sempers nur um so mehr,

weil dort die Anwendung von Stein oder Ziegeln in den Aufbauten noch

weiter eingeschränkt ist, wie in China und ganz rudimentär bleibt gegenüber

 der fast ausschließlichen Anwendung von Holz, Metall, Geflecht und

Papier. Die Rücksichtnahme auf Erdbebengefahr und Wirbelstürme hat in

Japan eine besondere Weiterbildung der gekennzeichneten Prinzipien

hervorgerufen. Die Bauwerke sind zum großen Teil nicht einmal mit dem

Erdreich durch eingreifende Konstruktionsteile verbunden, sondern sehr

häufig nur in beweglicher Art aufgesetzt, indem die hölzernen vertikalen

Ständer des konstruktiven Gerippes an ihren Unterfiächen genau den

einzelnen Steinblöcken angepaßt sind, welche an Stelle eines durchlaufenden

Fundaments in das Erdreich eingelassen sind. Auf diese Art konnten selbst

vielstöckige Pagoden ausgeführt werden und den Erdbeben trotzen, während

ältere mehrstöckige befestigte Schloßbauten in Mauerwerkskonstruktionen

oft bald nach ihrer Errichtung wieder zusammenstürzten.

Allerdings hat ein anderer böser Feind japanischer Baukunst: das

Feuer, besonders in Kriegszeiten eine um so reichlichere Zerstörungs-
            
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