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Full text: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 2)

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tätigkeit ausgeübt und es darf uns nicht wundern, wenn die ältesten 
erhaltenen Baudenkmäler Japans kein nach unseren Begriffen sehr hohes 
Alter aufweisen. Dies hat noch einen anderen Grund. Die Blütezeit 
japanischer Baukunst fällt in eine nicht sehr weit zurückliegende Epoche. 
Der Ausgang des XIV. und die erste Hälfte des XV. Jahrhunderts nach Christi 
Geburt, jene durch Vorherrschaft der Kriegerkaste gekennzeichnete Zeit voll 
von inneren Verwicklungen und Kämpfen, ist sowohl für die Architektur 
wie für die von ihr unzertrennliche Gartenkunst japans von der größten 
Bedeutung. 
Es ist eine ungemein prunkliebende Epoche, in der wohl die Ruhmsucht 
mitgewirkt haben mag, die Fürsten zu bewegen, in überaus prächtigen 
Palästen, Tempel- und Mausoleumbauten der Nachwelt ihr Andenken zu 
hinterlassen. 
Wir wollen bei der Betrachtung der immerhin noch sehr zahlreichen, 
sehr kostbaren und in ihrer Erhaltung vollständigen Denkmale uns darauf 
beschränken, nur einige besonders charakteristische Fälle näher zu kenn- 
zeichnen, um so auf dem Wege vom Besonderen zum Allgemeinen wieder 
zu jenem Überblick zurückzufmden, der allein der Zweck dieser Darstellung 
sein kann.
	        
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