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Full text: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 1)

au 
Dekorative Studie von Fran- 
ziska Hofmanninger (Fach- 
kurse Salzburg) 
Die zweite soll jene 
Produkte der I-Iausindustrie 
enthalten, an welchen die 
Verwendung nationaler 
Motive und Formen in einer 
Weise zu Tage tritt, die die 
Anlehnung an das Nationale 
sofort erkennen läßt. 
Der dritten Gruppe end- 
lich gehören alle jene haus- 
industriell erzeugten kunst- 
gewerblichen Objekte an, 
die an den betreffenden 
Ortenwederautochthonsind, 
noch irgendwelchen Zu- 
sammenhang mit nationalen 
Gebilden aufweisen. 
Die Objekte der ersten 
Gruppe werden eine Fülle 
von künstlerischen Anre- 
gungen geben; hier wird 
nicht mehr Geübtes und 
heute noch Bestehendes an 
Leistungen des nationalen 
Kunstgewerbes vorgeführt 
werden. Fast alle Zweige der 
I-Iausindustrie werden hier 
teils durch historische teils 
durch moderne Arbeiten vertreten sein. Fast überall wird 
der Vergleich des gegenwärtig Gebotenen mit den 
Komposition 
von Franziska Hofrnanninger 
(Fachkurse Salzburg) 
Produkten der Vergangenheit die Dekadenz der nationalen Hausindustrie 
erweisen. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß es hier noch manches zu 
retten gibt, wie denn auch eine häufigere Verwertung des noch bestehenden 
Mustergültigen angestrebt werden soll. Für eine solche Verwertung ergeben 
sich gegenwärtig im Hinblicke auf die Rückkehr zum Primitiven, zum 
Naiven im Kunstgewerbe die besten Chancen. 
 
Reihenmuster von Franziska Hcfmanninger (Fachkurse Salzburg) 

	        
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