Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 4)

228

George Frederick Watts, Selbstporträt

(nach einer von F. Hollyer überlassenen Photographie)

und minder charakterfeste Künstler erzielen, indem sie sich damach richten,

einen leichten wenn auch verhängnisvollen Erfolg. Jüngst riet ein Zeitschriftenartikel,

 der über literarische Dinge sprach, man möge doch dem

Publikum immer das geben, was es wolle, denn das sei den Verrücktheiten

einiger Neuerer, die in hartnäckiger Weise dem Publikum das darböten,

nach was es gar nicht verlange, noch immer vorzuziehen. Wie mit Büchern,

so mit Bildern. Es bedarf keiner Anstrengung, um Watts Kunst als Priester

sowohl wie als Parabolist zu begreifen. Watts wendet sich an die edleren Gefühle

 in uns. Das ist einer der Gründe, warum wir Watts hochschätzen. Er

hat die edlen Regungen des Menschen nicht nur in der Theorie gelten

lassen, wie es jeder von uns tut, er hat ihnen auch praktisch Folge geleistet

und sich auf solche Weise eigenhändig ein Monument errichtet.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.