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Full text: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 4)

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Kinderstube, signiert: Fendi 1835 (Dr. Albert Figdor) 
wie zum Beispiele die Details auf dem berühmten Porträte Leopold II., aus 
dem Besitze der Frau Theresia Mayr. Sehr charakteristisch für die Malweise 
Fügers ist das Pointillieren, das heißt das Nebeneinandersetzen von kleinen 
Pünktchen, besonders in den tieferen Valeurs, wodurch ein duftiger durch- 
sichtiger Ton erzielt wird, wie wir es am besten auf dem farbigen Titelbilde 
in Labans Arbeit, das drei Gräiinnen T hun darstellt und im Kaiser Friedrich- 
Museum zu Berlin sich befindet, sehen können. Vorzüglich die Haare, die 
Gewandfalten und die Schleier zeigen diese Behandlung mit Pünktchen, 
während die Fleischtöne selten in dieser Art gemalt sind. 
Von den ausgestellten Arbeiten Fügers seien hier nur die allerwichtig- 
sten erwähnt und zwar das Porträt des Erzherzogs Leopold Alexander und 
das der Erzherzogin Klementine, aus kaiserlichem Besitze; das Selbst- 
porträt Fügers aus der Sammlung der Akademie der bildenden Künste 
in Wien; das Bildnis der Kaiserin Louise, Gemahlin Leopold 11., aus 
dem Besitze des Erzherzogs Rainer; aus dem Besitze des Freiherrn 
und der Freifrau von Bourgoing das Bildnis des Vaters Fügers, eines 
Mannes mit derbem bartlosen Gesichte und starken dunklen Augen- 
brauen, das Porträt eines jungen Mannes, wohl Kaiser Leopold II. in jüngeren 
Jahren, eines der hervorragendsten Werke des Meisters, auf dem der rote
	        
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