MAK

Full text: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 3)

Zubehör gibt dem englischen 
Wohnzimmer seinen Charakter 
und ist gerade jener Teil der 
Innendekoration, der in der 
Mitte des vorigen Jahrhunderts 
am meisten in künstlerischer 
Hinsicht vernachlässigt wurde. 
Die hier abgebildeten Schür- 
eisen muß man handhaben, um 
zu fühlen, wie verständnisvoll 
das Gewicht verteilt ist. Die 
Form ist zwar auf Muster der 
besten Periode basiert, ist aber ' 
dabei doch durchaus originell. 
Der Kaminrost fällt sofort durch 
seine massive und dabei doch 
elegante Gestaltung auf. Der 
 
Omar Rarnsden und Alwyn Carr, Silberschale und Ständer 
für die Tochter des Bischofs von Rochester 
geflügelte Hammer an der Rückwand ist das Wahrzeichen Ramsdens und 
Carrs, ein glücklich gewähltes Symbol ihrer Kunst. Eine auffallend schöne 
Arbeit ist das große schrniedeiserne Gitter des Ateliers der beiden Kunst- 
 
handwerker. Es ist durchaus handge- 
schmiedet; selbst die Blattdekoration ist 
nicht aus dünnem Metalle ausgeschnitten 
und die Zusammenfügung ist nach der 
altvenezianischen Methode ausgeführt. 
Anstatt die Teile zusammenzuschrauben, 
werden die Ornamente durch in glühendem 
Zustand angelegte Eisenbänder an das 
Gitterwerk gefügt. Das Eisen zieht sich 
beim Erkalten zusammen, so daß Blatt- 
ornament und Grundwerk fest zusammen- 
gehalten werden. 
Ich habe bereits die Aufmerksamkeit 
darauf gelenkt, daß Ramsden und Carr in 
ihren Entwürfen stets die jedem Metall 
eigenen Qualitäten berücksichtigen. In den 
beiden hier abgebildeten Türbeschlägen 
ist die Form allerdings zu zierlich für 
Bronze. Da jedoch das Metall nicht in 
seinem ursprünglichen Zustand gelassen, 
sondern versilbert ist, kann man den 
Künstlern daraus kaum einen Vorwurf 
machen. Mit der Versilberung wird eine 
O. Rarnsden und A. Carr, Weinkrug aus Silber TäüSChung befibSiChtigt und um die5er
	        
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