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MAK

Full text : Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 3)




Bemalte Untertasse einer Terrine, Volkstedter Porzellan (Kunstgewerbernuseum Frankfurt a. M.)

von Einzelnen oder Aktiengesellschaften geleitet, entsprechen also mehr

den modernen Betrieben. Manche dieser alten Fabriken existieren und blühen

ja heute noch. Wenngleich diese kleinen Fabriken in den ersten Zeiten ihres

Bestehens künstlerisch Wertvolles geschaffen haben, so mußten doch die

meisten gegen Ende des jahrhunderts, ohne Unterstützung vom Hofe, auf

sich selbst angewiesen, unter dem Drucke der großen Konkurrenz sich auf

einen rein fabriksmäßigen Massenbetrieb beschränken. Die reiche Fülle des

vornehmen Tafelschmuckes, die Figuren, die reichen Tafelgeschirre, Aufsätze



Bemalte Terrine, Volkstedter Porzellan (Kunstgewerbemuseum

 Frankfurt a. M.)

und so weiter traten meist

schon von Anfang an in den

Hintergrund, die Gebrauchsware

 dominierte, das einfache

Gebrauchsspeiseservice, das

Kaffee-, Tee- und Schokoladegeschirr.



Das bürgerlich sentimentale

 Element des deutschen

Louis XVI-Stils, dessen Hauptvertreter

 der deutsche Greuze

war, Joh. Peter Melchior, der

Frankenthaler und Höchster

Modelleur, hat sich in Thüringens

 Porzellankunst bald ein-
            
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