Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 7 und 8)

'14!

Andere Intarsiaformulierungen, die ihre ornamentale

 Art bewußter betonen, findet man bei

zwei Künstlern des Auslandes.

Der Holländer Berlage, der Baumeister der

Amsterdamer Börse, der in seinem Zimmer einen

kolonial-rustikalen Stil anwendet, wählt für die

schwarze Einlage seiner Schrankfüllung eine

zackige, an Battikmuster erinnernde exotische

Figur. Und Bailli Scott schmückt die schwarzgebeizten

 Birnbaummöbel seines Speisezimmers

mit Zierstücken, die Schmetterlingsformationen

haben, aber dabei durchaus nicht stofflich darstellerisch

 sind, sondern in ihrer rotweißen Felderung

 eher nach einem Wappenschild oder einem

heraldischen Signet aussehen. Und eine Verwandtschaft

 zwischen diesem Zierat und dem gleichfalls

rotweiß in schwarzem Grunde liegenden Zeichen

der Hornsteinschen ]agdzimrnennöbel läßt sich

feststellen. Außer den auf Einfachheit ausgehenden

Räumen gibt es hier auch noch ein Gemach von

festlich-feierlicher Stimmung, das Musikzimmer

von Kurt Stoeving. Es hat wirklich musikalischen

Farbenklang in den silbrig grüngrauen Tönen.

Schwingung geht aus von dem Holz der Möbel,

des Flügels vor allem, die seidig alabasterglänzend

aus schwedischer Birke ein erlesenes Kleid tragen.

Schimmernde Farbenwellen iiuten in dieser Atmosphäre,

 in der man Chopinsche Töne zu hören

glaubt; sie verschwimmen mit den Tonwellen und

verklingen nach oben in dem silbernen Plafond,

aus dem die matten Glühlichtlinsen herausleuchten

 gleich den bleichenMondsteinen.



Felix Poppenberg. Franziska Hohnanninger, Überkind

USSTELLUNG VON GOLDSCHMIEDE-ARBEITEN

 ZU BRESLAU. Die Direktion

des Schlesischen Museums für Kunstgewerbe und Altertümer

 in Breslau veranstaltet in der Zeit vom x. Oktober

bis Mitte November dieses Jahres eine Ausstellung von

Goldschmiedearbeiten schlesischen Ursprungs oder aus

schlesischem Besitze. Die Ausstellung umfaßt: Kirchliche

Gefäße und Geräte (Kelche, Ciborien, Meßkännchen, Monstranzen,

 Reliquienbehälter, Stand-, Trag- und Brustkreuze,

Taufschiisseln, Ampeln, Antependien, Leuchter etc.).

Profane Gefäße und Geräte (Weinkannen, Pokale, Tafelgeräte,

 Teekessel, Zuckerdosen, Bestecke, Leuchter etc),

Schmuck. Es wird in der Hauptsache nur auf Gegenstände

aus Silber, vergoldetem Silber oder Gold reiiektiert. Eine

Ausnahme machen die mittelalterlichen Kultgeräte, die

vielfach aus vergoldetem unedlen Material bestehen, aber

Peni- Breithllt, Kleine Bretonin in denselben stilistischen Formen wie die aus echtem


            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.