Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 9)

Carnegie-Preises an Louis

Loeb für seine Landschaft

„Der Morgen" gleichsam

dokumentiert, daß dieI-Iauptstärke

 amerikanischer Kunst

noch immer auf landschaftlichem

 Gebiet liegt, denn der

Carnegie-Preis ist für das

verdienstvollste Ölgemälde

auf der ganzen Ausstellung

bestimmt. Das Bild zeigt des

Künstlers schmelzvolle Malweise

 in hoher Vollendung.

Den Webb-Preis, der ausdrücklich

 für das beste Landschaftsbild

 bestimmt wurde,

verlieh man an Emil Carlsen

für sein Gemälde „Nacht",

ein Motiv aus Old Windham

in den Catskillbergen. Das Gemälde ist von grandioser Wirkung, fast ein

wenig ans Sensationell-Effekthaschende streifend. Jedenfalls sind die Grenzen

der Stimmungsmalerei damit erreicht. Und auch der „Shaw Memorial-Preis"

für das beste von einer Frau gemalte Bild wurde einer Landschaft verliehen,

Charlotte B. Coman empfing ihn für ihr recht fein gestimmtes Bild

„Septembermorgetfi

Im großen ganzen sind die Maler, welche auf der Ausstellung der

„Society of American Artists" sich ausgezeichnet haben, solche, denen man

auch auf der , ,Academy" begegnete, nur scheinen die meistenihre bedeutendsten

Werke für die Ausstellung der „Society" aufgespart zu haben. Ein prinzipie1lerUnterschied

 besteht - wie ich schon letztesjahr erklärte - nicht mehr

zwischen den „Alten" und den Jungen", von denen die einen sich verjüngt

haben, die andern älter geworden sind. Der Grund, daß man sich nicht wirklich

 vereinigt, da doch die meisten der Künstler beide Ausstellungen beschicken

und sehr viele beiden Gesellschaften angehören, ist vor allem in den schon

besprochenen Raumverhältnissen zu suchen. Eine vereinigte Ausstellung

könnte bei dem Mangel an größeren Ausstellungslokalitäten auch im ganzen

nur höchstens fünfhundert Bilder zeigen, während wir so doch wenigstens

etwa tausend zu sehen bekommen. Auch ist die Jury der „Society of American

Artists" doch immerhin auch jetzt aus minder konservativen Elementen zusammengesetzt

 als diejenige der „Academy".

Auch in der Ausstellung der „American Artists" Helen De Havens so

kraftvolle und dabei so tief empfundene und mit souveräner Technik gemalte

Seebilder sofort auf und auch H. R. Poores zarte Morgenstimmungen. Besonders

 in den Vordergrund treten neuerdings dieLandschaften von HenryDearth,



Fred Dann Marsh, Flaschenaufzug
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.