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Full text: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 10)

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Es ist eine not- 
wendigeFolge der 
strengen Beobach- ' 
tung desNützlich- , 
keitsprinzips, daß Ü 
sich das ganze 
Streben des Kunst- 
tischlers auf das 1 
Erlangen der 
idealen Form für 
jede Kategorie des 
Möbels richtet. 
Nur eine Grund- "i" 
form jeder Kate- i 
gorie kann diesem ; 
Ideale entprechen l 
und wenn diese ' 
Form bereits von ' 
dem nach ähn- ' 
lichen Zielen stre- 
benden Kunst- 
handwerker ver- 1 
gangener Jahr- 
hunderte gefunden . 
wurde, so bleibt  
dem Modernen 
kaum etwas an- i 
deres übrig, als . 
dieseFormmatür- ' 
lich mit gewissen 
originellen Modi- 
fikationen, offen 
zu wiederholen. Der Sachverständige wird beim Anblick der Möbel Pentys 
und Spooners sofort erkennen, daß sie nicht bloße Kopien der alten Modelle 
sind, sondern verständige Varianten jener Formen, welche von den beiden 
Künstlern als allen Bedingungen des idealen Möbels entsprechend aner- 
kannt wurden. 
Als Beispiel mag der eichene „Gatterbein-Tisch" angeführt werden. 
Die jakobäische Tischlerei wird mit gutem Recht wegen ihres ehrlichen Ziel- 
bewußtseins geschätzt, und die jakobäische Zimmerei geht keiner der 
Schwierigkeiten des Entwurfs aus dem Wege. Der Form des Gatterbein- 
Tisches („Cromwellisch" in der Geschäftssprache) mag man die viereckigen 
Einschnitte in die Beine und verbindenden Balken vorwerfen, deren Zweck 
ist, das Zuschließen des Tisches zu ermöglichen. Diesem Fehler des alten 
Rudolf Ribarz, Gemüsegarten 
70'
	        
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