allegorische weibliche Figuren (Mr.
Soil in Tournai). Ferner sah man
das Fragment eines in derSavonnerie
bei Paris geknüpften Teppichs,
welches den jugendlichen Kopf
des Kaisers trägt (W. Ginzkey).
Auch auf den oblongen Messingdosen
mit gepreßten Darstellungen,
die inI-Iolland undDeutschland
während des XVIII. Jahrhunderts
zur Aufbewahrung von
Rauchtabak hergestellt wurden,
finden wir des Kaisers Porträt
neben denen berühmter Zeitgenossen
und Zeitereignisse. Außerordentlich
mannigfaltig sind auch
die Materialien, in denen man
Josephs II. Bild in Österreich nachschuf.
Es dominiert natürlich der
Kupferstich und eine stattliche Anzahl
von solchen war ausgestellt,
sowohl von reinen Porträtstichen
Josephs und der mit ihm in VerbindungstehendenPersonenalsRepro-
von Begebenheiten aus
des Kaisers Leben und Regierung.
An der Spitze standen die jugendbilder, die Stiche von Götz, Ridinger
und Meytens; auf letzterem sitzt der Knabe in ungarischer Tracht zu Pferd,
ein anderes zeigt ihn mit den Schwestern}: Hierauf folgte die Reihe der
übrigen Bilder, unter seinem Inkognitonamen als Graf Falkenstein etc.
Interessant war ein späterer Stahlstich, ein ovales Brustbild im Profil,
umrahmt vom Akanthuswerk, Sternen und Lorbeerkranz, offenbar nach
einer Golddose mit des Kaisers Porträt angefertigt, dann eine Bleistiftzeichnung
von Lampi, wohl eine Studie zu dem Bilde. In Wien bei Eder
erschien ein Punktierstich von S. John nach der herrlichen Fügerschen
Miniatur bei Frau Mayer. Derselbe Stich war noch ein zweitesmal ausgestellt,
altkoloriert und montiert in einem goldenen Louis XVI-Holzrahrnen
mit Waffen, einer Vase und den Emblemen von Kunst und Wissenschaft
(W. Neumann in Tiefenbach).
Eine Grisaillemalerei, bezeichnet „Anton Bencini ad vivum pinxit 1770"
(Portheim) zeigt den Kaiser mit dem Großkreuz des Maria Theresien-Ordens.
Interessant ist auch ein Ölbild aus Schloß Raudnitz, eine Abendgesellschaft,
Die National Competition 19m5, Mary Barber, Newcastleon-Tyne,
Halskette aus Silber und Gold
' Auf einem Schabblatt von Pfeflel und Matthiii überreicht ein Mohr, der so häufige Begleiter von
Fürstenporträten aus der ersten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts, dem jungen Erzherzog die Reichskleinodien.