MAK

Full text: Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 3)

au; 
Von der genauen 
Nachahmung natürli- 
cher PHanzen- und 
Tierformen, wie sie 
von Lalique gepflegt 
wird, will der Arts and 
Crafts-Schmuck nichts 
wissen. Der Fisch an 
der massiv gearbeite- 
ten silbernen Gürtel- 
schnalle Jos. A. Hodels 
kommt dieser Auffas- 
sung vielleicht am 
nächsten, denn dieGür- 
telspange von Nella 
Casella gehört mehr in 
das Gebiet der bilden- 
den als der dekorativen 
Kunst. Die Jagdhunde 
mit der Inschrift „Love 
me, love my dog" sind 
hübsch gearbeitete 
Reliefplaketten, 
welche ebenso gut 
anderen Zwecken die- 
nen könnten. Neben- 
bei bemerkt ist das 
Hundemotiv im ge- 
preßten Ledef des Tcpe zu Santschi (Central-lndien), nach james Fergussnn „lllustrations of 
Gürtels Wiederholt. lndian Architecture" 
Bei den bisher erwähnten emaillierten Schmuckstücken von zarter 
Ausführung ersetzt die Emailverzierung das Edelgestein und ist von 
juwelenartiger Wirkung. In der Arts and Crafts-Ausstellung war jedoch 
anderer Schmuck, bei welchem das Email in wuchtigerer Weise zur 
Geltung kommt und alles Beiwerk erdrückt. Dies ist besonders bei der bild- 
haften Behandlung des Emails der Fall, wo die ganze Aufmerksamkeit 
auf Figürliche Darstellungen oder gar Miniaturlandschaften in Schmelz- 
farben gelenkt wird. Um in solchen Versuchen erfolgreich zu sein, muß 
man über das Können eines Alexander Fisher verfügen, und Alexander 
Fisher steht doch in England auf diesem Gebiet unerreicht da. Von ihm 
war in der Ausstellung kein Schmuck zu sehen, wohl aber eine herrliche 
„Verkündigung" in Champleve-Email ausgeführt. Übrigens versteht er die von 
dem Material vorgeschriebenen Grenzen zu gründlich, um Email für Schmuck 
" Lieb' mich, lieb' meinen Hund; englisches Sprichwort.
	        
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