MAK

Full text: Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 5)

bande eingefaßt, 
als wie hier nicht 
recht stoffver- 
wandt vom Ge- 
flechteinesKorb- 
tisches oder von 
einem schmäch- 
tig Hauen ver- 
goldeten Holz- 
plattenrahrnen. 
Am besten wir- 
ken hier die Ha- 
chen Schalen mit 
unregelrnäßigge- 
welltem Rand, 
wie von spielen- 
der Hand 
geformt, und das 
sehr gelungene 
Waschservice. 
Es ist durchaus 
gebrauchsmäßig 
komponiert, es 
bildet die Wasch- 
schüssel nicht in 
dem konventio- 
nellen Kreisrund 
aus, sondern es 
ist der Armbewe- 
gung des Be- 
nutzers entspre- 
chend, oval breit 
gezogen. 
Ein glücklicher 
Einfall ist auch 
die Vase für die 
Bürsäen mit den Empirezimmer, Anfang des XIX. jahrhunderts, aus dem ehemaligen Mariahilferbad in 
zugleich die Flä- Graz. Nach Lacher, Altsteierische Wohnräume im Landesmuseum zu Graz (Leipzig, 
ehe belebenden Karl W. Hiersemnnn) 
und für die Luftzufdhrung praktischen Dreieckausschnitten. Und in der grünlich 
abschattierten Tönung ist dies Steinzeug sehr delikat. 
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Das neue Heim, das sich der Kunstsalon Schulte nach Abbruch des Redemschen 
Palais errichtet, ist wieder ein Werk des Architekten, der unserer entarteten Berliner 
Architekturphysiognomie so anregende und künstlerisch besondere Züge neu gegeben, des 
Professors Messel, des Schöpfers der Wertheim-Bauten. 
Messel, der in seinem ersten Warenhausbau Lösungen voll energischer Zweck- 
erkenntnis und konstruktiver streng sachlicher Art erstrebte, ist seinem eigensten Wesen 
nach ein reifer Feinschmecker alter Kulturen. Kein Nachahmer etwa oder ein Eklektiker, 
vielmehr werden in seinem Empfinden und Erleben Vergangenheiten lebendig wieder- 
geboren.
	        
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