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MAK

Full text : Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 10)


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man auch solche finden könnte, welche einige der darin

hervorgehobenen Eigenschaften zeigen, wie Sprödigkeit,

matten Schimmer oder Lüster, Vielfarbigkeit, Flecken,

körnige Stellen. Gewiß ist, daß er nicht von Äderung

oder Bänderung spricht, vielmehr den Nachdruck auf

Flecken verschiedener Farben mit andersfarbiger Einfassung

 legt. Offenbar meint er ein regelloses Muster,

dem keine geometrischen Formen zu Grunde liegen. Bei

anderen Schriftstellern wird aber deutlich eine Ähnlichkeit

mit Onyx hervorgehoben, so von Properz, Arrian und

Lampridius, so daß wir außer Murrinen mit regellosem

bunten Fleckenmuster auch solche mit onyxartiger

Streifung annehmen müssen.

Aus der Murra wurden große und kleine Gefäße,

Antikes Netzglas aus n... Opferschalen, Trinkbecher und Speisegeräte hergestellt.

'"1a';"fä:if::li::ixite"- Ausdrücklich werden Henkelbecher für Opfer (capides),

' ' ein Pokal (calix), ein kleinerer Trinkbecher in Halbkugelform

 (scyphus), eine fiache Schale mit Griff (trulla), große Trinkgefäße

und Balsamarien genannt. Außerdem ist mehrmals von der Bekleidung von

Schau- und Spieltischen (abaci) und sogar einmal ganzer Türfiügel (valvae)

mit Platten aus Murra die Rede. Ein Becher aus diesem Stoff faßte drei

Sextarien, das heißt ungefähr eine Maß. Arbeiten solcher Art wurden auch in

Metall, Marmor, Alabaster, Edelstein, Kristall und Glas hergestellt, Trinkund

 Speisegeschirre waren namentlich in den drei letztgenannten Stoffen nicht

selten.

Thiersch stellt fest, daß Plinius die Murrinen nicht unter den Halbedelsteinen,

 das heißt den Quarzen anführt und scheidet diese bei der Bestimmung

gänzlich aus. Dann bleibt aber, seiner und Anderer Meinung nach, immer

noch die weitverzweigte Familie der Spate übrig, unter welchen sich einige

Sorten durch besondere Pracht der Farben und Mannigfaltigkeit der Musterung

auszeichnen. Namentlich unter den Flußspaten gibt es solche, deren Farbenspiel

 geradezu unermeßlich ist. In England wurde man zu Anfang des

vorigen Jahrhunderts auf einige heimische Arten des Flußspates besonders

aufmerksam und stellte aus ihnen Gefäße und Geräte her, deren prachtvolle

 farbige Musterung allgemein auffiel und der Bijouterie ein neues ergiebiges

 Feld zu erschließen schien. Bald nach dem ersten Auftreten dieser

Arbeiten sprach ein englischer Gelehrter, der M. zeichnete, im Classical

Journal von 18m, Seite 472, die Vermutung aus, daß das Material mit dem

der antiken Murrinen identisch sein könne und andere schlossen sich ihr an.

Doch wandte sich die Mode nach kurzer Zeit bereits von diesem Genre ab,

sei es, daß die Sprödigkeit der Bearbeitung zu große Schwierigkeiten entgegensetzte,

 sei es, daß die zu geringe Nachfrage den Preis so in die Höhe

schraubte, daß er dem der kostbarsten und feinsten Edelsteine gleichkam.

Unter Umständen wäre es denkbar, daß auch im Altertum bereits die Mode
            
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