MAK

Full text: Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 10)

Raum im Hofmobiliendepot, die Möbel Mahagoni, poliert, mit Bronzen, die Skulpturen in Holz 
Aber noch andere Formen gibt es, die zugleich mit denen des klassischen 
Empires auftreten und besonders in der Gartenkunst häufige Verwendung 
finden, es sind das die zahlreichen chinesischen Motive, die in der Empirezeit 
allenthalben vorkommen. Vor allem ist es der chinesische Mäander oder 
nur einzelne Teile desselben, der an Möbeln zur Dekoration in Flachrelief 
eingeschnitzt oder aus Stäben zusammengesetzt ist, ein Motiv, das wir ja 
sehr häufig an den Möbeln des englischen Rokokos (Chippendale) und denen 
des englischen Louis XVI (Sheraton u. a.) angetroffen haben und das eben 
mit der Übernahme dieser englischen Formen in Deutschland bei uns Ein- 
gang gefunden hat. 
In demselben Hefte, in dem die oben besprochenen gotischen Garten- 
häuschen abgebildet sind, finden wir auch nebst einer als Muster vorge- 
führten gotischen Brücke, mit Spitzbogenmotiven an dem Geländer, eine 
Reihe von Entwürfen für Brückengeländer, die uns ganz deutlich die 
Provenienz aus dem chinesischen Mäander zeigen." 
Auch die Imitation chinesischer Gartenhäuschen, die ja mit der 
chinesischen Anlage der Gärten zusammenhängt, ist urn die Wende des 
"' Magazin für Freunde des guten Geschmacks. Ill. Bd. 6, Tafel zu (x7g7).
	        
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