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MAK

Full text : Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 10)

eine reizende, graziöse lineare

Erfindung in leuchtendem

Gelbbraun und die Titelschrift

in leichter eleganter Kursive

hineingeschrieben. Im folgenden

 Jahre zeichnete er vier

Blätter für Kompositionen von

Otto Urbach für den Verlag

von A. W. Rost in Dresden,

alle vier mit breitem Ornament

zum Teil in sehr originaler

Linienführung und in eindringlichen

 Farben. Den einen

dieser Titel gibt die nebenstehende

 Abbildung wieder. Auf

blauem Grunde steht die

schwarze Zeichnung, die gut

den Charakter des Volkstümlichen

 trifft: unter dem Sternenhimmel

 ein Märchen-



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brunnen 1m Tannenhag. In _ W _ _ iEsveäeqilgragnaoPäuelmm-G

ganz anderem Stile, mit hellen

Farben im Charakter bäuer- ""'e"'i"1"onE-R-W'iß

licher Flächenkunst zeichnete er dann noch zwei Titel zu Gesängen von

Max Reger (Verlag LauterbachäKuhn in Leipzig, 1902). Auf einem Sockel,

der den Platz für die Schrift gewährt, zeichnete er in grellem Grün, Blau und

Gelb drei Vasen mit in einander wachsenden Blumensträußen, darin blau

stilisierte Vögel. Auf dem anderen Blatt sind die zwei stilisierten Frauengestalten,

 die eineGuirlande emporhalten, meinesErachtens weniger glücklich.

Ebenso hat auch Joh. Vinc. Cissarz, der kürzlich von der Darmstädter

Künstlerkolonie nach Stuttgart übersiedelt ist, mehrere Notentitel auf den Stein

gezeichnet. Ein in der Zusammenstellung von Braun, Grau und Gold und in

der Bewegung der Linien äußerst delikates Blatt ist sein Titel für den

Eleonoren-H0chzeitsmarsch von Noli (Verlag B. Schotts Söhne, Mainz),

von dessen farbigem Reiz unsere schwarze Abbildung nur einen schwachen

Begriff geben kann. Sehr fein im Ton sind auch seine beiden anderen in

Kursive geschriebenen und ornamental umrahmten Titelblätter für die von

Schotts Söhnen herausgegebene Sammlung „Blätter hessischer Tonkunst".

Emil Doepler hatte schon 1894 für den „Sang an Ägir" einen figürlichen

 Titel im Charakter der Dichtung entworfen. Im vorigen Jahre ließ er

zwei weitere Notentitel folgen, beide für den Verlag von Ed. Bote 8c G. Bock

in Berlin, den etwas bunten figürlichen Titel für Max Schillings" Pfeifertag

und den in hier wiedergegebenen, rein ornamental gehaltenen Umschlag

 zu „Flauto-Solo", einem musikalischen Drama von Eugen D'Albert. Die

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