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Full text: Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 10)

Weise wiederholt werden; 
endlich zeigt uns das Bild des 
Tosa Yokihiro aus dem An- 
fangedesXVJahrhundertesg 
dasselbe Grundmotiv und - 
was besonders auffällig ist - 
so wie hier in vierpassartige 
Formen eingesetzt. Wenn 
sich bei dem Gewande des 
Engels in dem Vierpasse 
(über dem Oberarme) noch 
ein Kreis mit einem kleinen 
Streublümchen eingesetzt 
findet, so ist dies wohl nur 
als ein weiteres Kennzeichen 
ostasiatischer Kunst anzu- 
sehen, ebenso wie die Kreise 
mit den sechs gekrümmten 
Radien als beliebte ostasia- 
tische Schmuckform gelten 
können. Ein ganz besonders 
auffälliges Motiv ostasiati- 
scher (ursprünglich indisch- 
buddhistischer) Herkunft 
sind auch die drei kleinen mit- 
einander vereinten Kreise, 
die sich links unterhalb der- 
Verknüpfungstelle des gro- 
ßen Gewandschlitzes Finden; 
über diese Formen, eine Dar- 
stellung der buddhistischen 
Dreieinigkeit, hatte ich schon 
wiederholt, insbesondere in 
dem angeführtenWerke über 
die „Künstlerische Entwick- 
lung der europäischen We- 
berei und Stickerei" (S. 125), 
Gelegenheit, des eingehen- 
deren zu sprechen. Je mehr 
wir also in die Einzelformen 
Vom Altarwerke des jacopo Bellini (.9) in Sx. Alessandro zu Brescia. 
Nach einer Photographie von Brogi in Florenz 
der dargestellten Gewänder eindringen, desto klarer wird es, daß wir hier 
wirkliche und anscheinend sehr getreue Nachahmungen ostasiatischer Stoffe 
vor uns haben. Wenn uns vielleicht noch irgend etwas mit der Vorstellung, 
"' Tajima, a. a. 0., Band V, Tafel 2c b, an der links oben vor dem Bette knienden Gestalt.
	        
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