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MAK

Full text : Monatszeitschrift X (1907 / Heft 1)

Winterausstellnng im k. k. Österreichischen Museum, Speiseraum. geheizte Eiche mit Verwendung von Ebenholz,

 im Stile der holländischen Renaissance aus dem Anfange des XVXI. Jahrhunderts, ausgeführt van Heinrich

Röhrs in Prag, entworfen im Atelier der Firma von Richard Hirsch}

immer von neuem. Man braucht nur die mehr pompösen als künstlerisch

schönen Hochseedampfer des Norddeutschen Lloyd, um ein Beispiel zu

nennen, daraufhin zu untersuchen. Der gleiche Geist, der auch bei

Eisenbahn-Salonwagen so viel widersinniges Zeug an Stelle von selbstverständlichen

 Formen entstehen ließ, hat mit der Absicht, Augenfälliges,

oder wie man lächerlicherweise sagt, „Schönes" zu schaffen mittels

wahlloser Anwendung aller möglichen entlehnten Motive direkt Widersinniges

 entstehen lassen. Der Beifall der urteilslosen Menge gibt leider

noch immer allen möglichen Verirrungen Recht, sofern diese nur in ein

mehr oder weniger verblüffendes Gewand gesteckt werden. Das gilt nicht

bloß in Bezug auf Schiffe und andere Verkehrsmittel - es gilt auch in vorwiegender

 Weise für alles übrige baulich Entstehende. Die ererbten Stilformen

 passen eben schlechterdings nicht für jeden Zweck.

Die Länge des neuen Dampfers „Rhein" beträgt 57 Meter, die Breite

über die Radkasten I3. Bei einer Belastung von 750 Passagieren ist der

Tiefgang nicht mehr als I'5o Meter. Normale Fahrgeschwindigkeit ist

26 Kilometer pro Stunde. Der Grundriß gliedert sich mit Rücksicht auf die
            
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