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MAK

Full text : Monatszeitschrift X (1907 / Heft 6 und 7)

Jyv



 

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Tischplatte aus der Zeit Alexanders I. (Aus dem Werke über die kaiserliche

 Porzellanmanufaktur in St. Petersburg)

heben: Für die Zeit der

Kaiserin Elisabeth und

Peters III. (1751 bis 1762)

war der Reichsadler als

Fabriksmarke üblich. Seit

Katharina II. (1762 bis

1796) kam das Monogramm

 des jeweiligen Regenten

 als Fabriksmarke in

Verwendung. Da jedoch

die Magazine nach jedem

ThronwechselWeißporzellane

 der vorangegangenen

Epoche enthielten, so kam

zur alten Unterglasurmarke

 noch eine neue in

Muffelfarben eingebrannte

hinzu, die die Zeit der Dekoration

 bezeichnete. Der

Reichsadler der ersten

Periode ist entweder vertieft

 in die Masse eingepreßt

 oder in Schwarz

oder Gold aufgemalt. Unter Katharina II. wurde das Monogramm der Kaiserin

in Blau unter der Glasur angebracht. Objekte, die für die I-Iofküche angefertigt

 wurden, erhielten überdies die Bezeichnung „Hofküche" (pridworin).

Bei kleinen Objekten, die nach Sevres-Modellen erzeugt wurden, Findet man

neben dem Monogramm oft die Marke von Sevres. Seit Paul I. (1796 bis 1801)

erscheint die Krone über dem Monogramm. Unter Alexander II. und seinen

Nachfolgern wurden die Marken in Chromgrün unter der Glasur angebracht,

manchmal aber auch in Blau über der Glasur. Gegenwärtig ist eine braune

Marke üblich.

AUS DEM WIENER KUNSTLEBEN 50' VON

. LUDWIG HEVESI-WIEN 50'

AS KAISERIN ELISABETH-DENKMAL. Am 6. Juni wurde in Anwesenheit

 des Kaisers und des Hofes das Denkmal im Volksgarten enthüllt, das ein privates

Komitee auf Grund einer sehr erfolgreichen Sammlung dem Andenken der edlen Märtyrerin

errichtet hat. Die Künstler sind Oberbaurat Friedrich Ohmann für den Entwurf und Professor

 Hans Bitterlich für die Figur. Es ist ein Gartendenkrnal mit allen Elementen einer

Gartenstimmung. Im hohen Eisengitter des Volksgartens ist ein eigenes Tor eröffnet, von

dem man über breite Parterreanlagen hinweg bereits den Blick auf das Denkmal hat, das

sich in der Perspektive zwischen zwei hohe, jonisierende Säulen mit eirunden Vasen einordnet.

 Eine junge Lindenallee mit Sitzbänken fuhrt darauf hin, an einem vertieften Rasen-
            
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