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MAK

Full text : Monatszeitschrift X (1907 / Heft 8 und 9)

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jungen Mannes in der Tracht der Mitte des XVI. Jahrhunderts und mit der

Jungfrau Maria in ganzer Figur. Wenn auch bei diesem Stück eine spätere

Verwendung alter I-Iohlformen zur Herstellung der Reliefs nicht ausgeschlossen

 ist, wird es kaum viel später als 1600 anzusetzen und somit als das

älteste bekannte Gmundener Erzeugnis anzusehen sein. Gleichfalls im Besitz

 des Linzer Museums ist ein großer, nahezu ein Meter hoher Krug, 1704

bezeichnet und mit einem Blattkranz auf der vorderen Wandung, mit auslaufenden

 Blumenranken beim unteren Henkelansatz verziert. Die Wandung

des Kruges ist in der vorerwähnten Weise grün gesprenkelt und geilammt.



Maßkrug mit heil. Katharina. Um

1780. Besitzer Dr. v. Pausinger in

Gmunden



Krug mit der Ansicht der beiden

Schlösser Ort am Traunsee. Um

xygo. Im Besitz des Verfassers

Weiters gehört in diese Gruppe die vollrund gearbeitete Büste eines oberösterreichischen

 Bauemburschen, eine Karikatur mit Blähhals, schielenden

Augen und mit Warzen im Gesicht. Besitzer dieses originellen, als Blumenvase

 gedachten Stückes ist das Museum für österreichische Volkskunde in

Wien. Größtenteils beschränkten sich jedoch die getiammten Arbeiten auf

das gewöhnlichste Gebrauchsgeschirr, Krüge und namentlich Weidlinge, die

massenhaft seit x70o erzeugt wurden und noch heute in gleicher Weise in

der Werkstätte des I-Iafnermeisters Schleiß gefertigt werden. Es waren die

Erzeugnisse, die überall, nicht zum mindesten in Wien, den Gmundener

Hafnern so viel Ehre einbrachten.
            
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