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MAK

Full text : Monatszeitschrift X (1907 / Heft 11)

589

Anordnung der Querbalken unter den Füßen, die dem etwas ungefügen

Möbel einen noch stämmigeren Charakter geben.

Der Lehnstuhl, der in Abbildung 80 vorgeführt wird, ist ein Abkömmling

 des italienischen Poltrone, nur daß er ganz und gar aus Holz ist, was natürlich

 auch in Italien vorkommt. Hervorzuheben sind die schlankenVerhältnisse

und die mehr an Frankreich gemahnende Art des einfachen, aber wirksamen

Abb. 94. Rückansicht des Gaarekirchener Stuhls

geometrischen Ornaments. Der italienischen Poltroneform folgt auch der

Stuhl in Abbildung 8x. Aufbau und Verzierung, von der das hübsche durchbrochene

 Vorderblatt unter dem Sitz das Bemerkenswerteste ist, bieten nichts

Besonderes. Das Beispiel zeigt aber durchaus ursprüngliche Belederung und

Benaglung, letztere in sehr aparter Form und Anordnung.

Daß Spanien übrigens nicht bloß in Italien, sondern auch in nordischen

Landen Anleihen gemacht hat, ist zur Genüge aus der Kunstgeschichte

bekannt, weniger bekannt dürfte es sein, daß dies auch bei Möbeln der Fall
            
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