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Full text: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 11)

mag wegen der originellen Profilierung der Beine und auch deswegen Er- 
wähnung finden, weil bei ihm auch die Rückseite der Lehne mit Flach- 
schnitzerei geziert ist (Abb. 11g). 
Ein noch beliebteres Dekorationsrnotiv der Zeit bilden Maskarons und 
Fratzen. Bei den beiden Stühlen Abbildungen x20, 12x hat der Aufbau der breit 
angelegten Lehne durch die fensterartigen Öffnungen einen gewissermaßen 
architektonischen Aufbau. Der erste zeigt reiches Knorpelwerk, der zweite die 
Abb.xjgmElsissischerBauemstuhl,XVIILJaI-irhundert. Abb. x33. Müllerstuhl aus Nikolsburg, von 
Höhe 0,91, Breite 0,42 Meter 1759. Höhe 0,88, Breite 12,33 Meter 
nach dieser Mode auftretende Verwendung des krautartig gebildeten Akanthus- 
blattwerks. Durch die Einsetzung der lilienartigen Bildung in die Öffnung 
hat freilich der seine technische Geschicklichkeit als Schnitzer und seine 
Zierfreudigkeit zeigende Meister den Zweck der Durchbrechung einiger- 
maßen illusorisch gemacht. In sehr vielen Fällen ist das Maskaron für die 
Bildung der Öifnung benutzt worden, so daß diese durch das aufgerissene 
Maul gebildet wird. Ein Schweizer Stuhl im Knorpelstil (Abb. 122) und ein 
vorzüglich gezeichneter süddeutscher Stuhl dieser Art (Abb. 123) vertreten
	        
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