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MAK

Full text : Monatszeitschrift X (1907 / Heft 11)

618

im allgemeinen die Beherrschung der Form, auch wenn man die Anlehnung

an frühere Vorbilder sieht. Ein schweizerischer Stuhl aus Nußbaumholz

(aus Engelberg x757) bringt noch in dem guten Relief der durchbrochen

geschnitzten Lehne Reminiszenzen an das XVII. Jahrhundert: In der Mitte

eine heraldische Lilie zwischen langgezogenen S-förmigen Ranken.

Noch schlichter ist ein Stuhl mit nur durch eine kleine herzförmige GrifföHnung

 durchbrochener Lehne aus Buchenholz. Zwei bandförmige, senk-1.5,



,.

Abb. x41. Florendner Rahmen, um 1500. Durchmesser 0,4: Meter

recht durcheinander gesteckte Herzen bilden die einfache Zier des durch Verkürzung

 der Beine zum Kinderstuhl umgewandelten, wohl aus den deutschen

Alpenländern stammenden Stücks. In ganz Oberdeutschland und den österreichischen

 Kronländern spielen dann ausgesägte Bretter mit Flachschnitzerei,

meist Wappenbildern, darunter am meisten vertreten der Doppeladler, eine

große Rolle. Ein besonders charakteristisches Stück dieser Art mag in Abbildung

 133 vor Augen geführt sein. Es stammt wie ein anderes einfacheres,
            
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