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Full text: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 2)

Grenzen bewegen, die weiter ein einfaches Leben auf dem Lande der 
städtischen Wohnweise vorziehen. Da Earswick an der Bahn York-Hull 
liegt, Weiterhin vorzüglich gehaltene Straßen die Siedelung mit der nahen 
Stadt York verbinden, die Arbeitszeit außerdem wie überall in England 
nicht durch eine lange Mittagspause auseinandergerissen wird, so wohnen 
sehr viele in York als Handwerker, Schreiber, Ladengehilfen und so weiter 
angestellte Leute in Earswick, dessen Atmosphäre in keiner Weise durch 
Fabrikschlote beeinträchtigt wird. Das dokumentiert sich am besten durch 
den Verputz der I-Iäuser, deren Aussehen ganz wesentlich von dem der 
städtischen Gebäude differiert, außerdem aber durch das üppige Wachstum 
der PHanzen in den überall an die Häuser anschließenden Gärten. 
 
Abb. m. Schulhaus in Thornton Hough bei Port Sunlight 
Das Land ist ziemlich flach, mit einzelnen wunderschönen Baum- 
gruppen durchsetzt, von einem aus Zeiten der Römerherrschaftx übrig- 
gebliebenen Wasserarm „The Foss" durchzogen, dessen Ufer stellenweise 
mit dichtem Gestrüpp bestanden sind. So weit wie nur irgend möglich 
blieb all dies, da es zur landschaftlichen Erscheinung beiträgt, gewahrt, ein 
Umstand, der auf dem Kontinent bisher in den allerwenigsten Fällen die 
gebührende Beachtung gefunden hat. Da pflegt man, entstehen Neuanlagen, 
meist zuerst - sonst käme der Linealgeist ja zu kurz - gründlich mit aller 
Vegetation aufzuräumen. 
4' York, das Eboracum der Römer, war bekanntermaßen eines der wichtigsten Castra Britanniens. Zahl- 
reiche Überreste von Bauwerken, so vor allem in dem wunderbar schönen Garten der „Philosophical Society", 
zeigen. welch große Ausdehnung die römische Stadt hatte.
	        
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