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Full text: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 6 und 7)

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gekommen ist, die älteste Form 
bewahrt sein. Während auf dem 
asiatischen Festland in den krie- 
gerischen und revolutionären 
Zeiten die Spuren der Vergan- 
genheit verwischt und vernichtet 
sind, hat der konservative Sinn 
des Inselvolkes die Sitten länger 
erhalten. So linden wir in Japan 
bis zum VII. Jahrhundert als 
älteste Formen mächtige Kaiser- 
gräber mit gewaltigen Erdhügeln 
H Dolmen-, die mit ihrem lang- 
eingebauten Eingang und der 
steinernen Totenkammer in der 
Mitte lebhaft an die Grabformen 
Europas und Westasiens er- 
innern. 
Chinesische Ausgrabungen 
aus der Hain-Dynastie sowie die 
Beigaben in den Dolmen Japans 
(Abb. 18) zeigen in den Gefäß- 
formen große Ähnlichkeiten, 
während nur in Japan eigen- 
artige Menschentiguren aus Ton 
als Ersatz der lebendigen Opfer 
erhalten sind. In China wieder- 
um finden sich Urnen in Gestalt 
Abb. 24. Glücksgöttin (Sri Devi,Jap.: Kichijio Termin) aus der von Korpspelchlern mlt Ziegel- 
indischen Lehre ins buddhistische Pantheon aufgenommen, dach, Stallen mlt Schafen und 
farbige Malerei, zirka 5c cm hoch, modern restauriert, Ja- Schweinen und ähnlichen Dar- 
kushi-Ternpel, Nara, Mitte VIII. Jahrhundert. (Aus Tajima, . . 
Selected Relics ofjapanese Art, Band II) Stellungen aus dem Leben: dle In 
Japan fehlen. 
Im Pokutulu sowie in Japan werden Äxte als alte Tempelschätze 
abgebildet, während sie als Waffe in der historischen Zeit keine Rolle spielen. 
In Japan habe ich überhaupt keine Anhaltspunkte für den Gebrauch von 
Äxten finden können, nur auf dem Krönungsornat des Kaisers (Abb. 7) ist 
merkwürdigerweise eine Axt neben den üblichen chinesischen Symbolen 
angebracht. Dieses Symbol dürfte mit der zum Ornat passenden runden 
Kappe mit viereckig aufgesetzter Platte, ähnlich unseren Ulanenkäppi und 
dem Doktorhut in England, in alter Zeit von China nach Japan gelangt sein. 
Auf den chinesischen Steinreliefs werden nur die frühesten Kaiser mit der- 
artigen Kappen dargestellt, während die späteren aus der Zeit der Herstellung 
der Steinreliefs mit anderen Kopfabzeichen abgebildet sind. Zum Kaiseromat
	        
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