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MAK

Full text : Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 8 und 9)


Das Nordische Museum in Stockholm, Bürgerstube aus dem XVIILJahrhundert

wobei die nordische Volkskunst eine ausführlichere und eingehendere Würdigung

 fand.

Heute ergänzen wir das bereits gegebene Material durch Aufnahmen

aus solchen Sammlungsräumen, die nicht gerade jene mit Recht berühmten

nordischen Bauernstuben enthalten; sie zeigen, wie die verschiedensten

Einzelmöbel, Geräte und Textilgegenstände zu Gesamtbildern vereinigt

wurden, sie führen die Ergänzung der Volkskunst durch bürgerliche Milieus

vor; sie zeigen schließlich Proben für die Gestaltung der architektonisch hervorgehobenen

 Teile des Bauwerks.

Einige Maße mögen das Vorgeiiihrte ergänzen. Die großen Raum-Verhältnisse

 gehen daraus hervor, daß die Länge des Gebäudes 153 Meter

beträgt und seine Firsthöhe 38 Meter. Die Halle ist allein 128 Meter lang. Es

ist viel Granit in den Grundmauern und Sockeln verwendet, Sandstein mit

Ziegeln im Aufbau, Marmor und Kalkstein im Innern. Auch die Betoneisenkonstruktion

 spielt schon bei den Decken eine Rolle.

Diese gediegene Ausführung hat auch ansehnliche Baukosten verursacht:

 gegen 5 Millionen Kronen österreichischer Währung. Die sechzehnjährige

 Bauzeit hat verschuldet, daß das trefflich vorbereitete, tüchtig

behandelte Werk von einer Generation eingeweiht wurde, welche ganz

andre Forderungen an die Baukunst stellt, wie die Begründer des Baues
            
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