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Full text: Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 10)

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I-Iauptmotiv für die Turmgestalt werden können (Straßburger Münster mit 
vier freien Treppentürmen an den vier Ecken). 
Für den Schloßbau und Rathausbau, für Torbauten bleibt der Treppen- 
turm im Nor- 
den Europas 
ein charak- 
teristisches 
Begleitmotiv 
noch zu jener 
Zeit, wo ihn 
der Süden 
schon lange 
verlassen hat. 
Wo die kon- 
stmktivenTen- 
denzen den 
Ausschlag ga- 
ben, wie in 
den deutschen, 
holländischen, 
skandinavi- 
schen Bauten _ V - ä. V ' , ....„„„„„;m  _ 
des XV. und " '  Q  ' A. " - w,   
XVI. Jahr- ' i ' " 
hunderts,wird 
auch die ge- 
wundeneT rep- 
pe gepflegt, 
als das lo- 
gisch entwi- 
ckelte, streng 
konstruktive 
Werk der 
Steinmetz- 
kunst und 
des Schrei- 
ners.Wo eine 
Rückkehrzur 
klassischen, Treppe in der Residenz zu Würzburg 
formal-ästhe- 
tischen Anschauung gründlich erfolgte, wie im Süden Europas und ganz 
besonders in Italien, da verschwindet die Wendeltreppe rasch, da tritt 
eine vielgestaltige, freie Treppenbildung auch im Innern siegreich hervor. 
Die Baukunst der italienischen Renaissanceperiode hat im Treppenbau 
69'
	        
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