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MAK

Full text : Monatszeitschrift XI (1908 / Heft 11)

589

Für die Aufklärung einer frühen Industrie in der Stadt Steyr und eines

mehr bäuerlichen Betriebes im Mühlviertel hart an der böhmischen Grenze

fehlen noch einschlägige Forschungen. Dagegen würden in Niederösterreich,

und zwar in Lundenburg und in Brunn am Steinfeld, Arbeiten an Ort und

Stelle schöne Resultate für die Geschichte österreichischer Keramik ergeben.



DAS GLAS IM ALTERTUM So- VON JOSEF

FOLNESICS-WIEN Sie e

F keinem Gebiet des antiken Kunstgewerbes

sind die Denkmäler über so ausgedehnte Länderstrecken

 verstreut, wie auf dem des Glases. Über

ganz Europa, die außereuropäischen Mittelmeerländer

 mit inbegriffen, erstrecken sich die Fundstätten.

 Weit über die Erzeugungsorte hinaus

hat ein Handel, der bis in {ernste geschichtliche

Zeiten zurückführt, diese zum Teil so gebrechlichen

Objekte entführt. Die außerordentliche Verbreitung

antiker Glasarbeiten war bisher ein Haupthindernis,

die Produktionszentren richtig zu bestimmen. Die Kenntnis der Handelswege,

durch unzählige Ausgrabungen allmählich festgestellt, war eine der wichtigsten

 Voraussetzungen, um hier nicht weitabführenden Irrtümern zu verfallen.

 Nicht minder gehörte eine genaue Kenntnis aller inBetracht kommenden

Techniken zu den unerläßlichsten Vorbedingungen für eine zutreffende Zeitund

 Herkunftsbestimmung antiker Gläser. Erst in dritter Linie kam der Stil

in Frage, der für die Klassifizierung des Glases von

weitaus geringerer Bedeutung ist als für die andrer

kunstgewerblicher Erzeugnisse. So ist es denn ein

Lebenswerk im vollsten

Sinne gewordeni, das uns

Dr. Anton Kisa mit seinen

drei Bänden über antike





















" Anton Kisa, Das Glas im

Altertum. Unter Mitwirkung von

Ernst Bassermann-jordan mit

einem Beitrag über Funde antiker

Gläser in Skandinavien von Oskar

Algreen. Illustriert durch 16 Tafeln,

6 in Farbendruck, 6 in Autotypie,

7 Formentafeln und 395 Abbildungen

 im Texte. In drei Teilen. Hiersernanns

 Handbücher, Band III. Leipzig,

 Verlag von Karl W. I-Iiersemann

 rgoB. (Die Illustrationen dieses

 Aufsatzes sind mit freundlicher

Aschenurne, Köln, Museum Zustimmung des Verlegers dem Aschenume, Köln, Museum

Wgllrif-Richanz Werke Kisas enmommen.) Wallraf-Richanz


            
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