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Manipel, XII. Jahrhundert
Brauweiler, Toumay, Provins, S. Yves. Natürlich
mußte eine solche Kasel, wie es etwa die Abbildung
auf Seite 636:" zeigt, beim Gebrauche in Falten über
den Armen liegen; mit den steifen späteren Kaseln
wäre das selbstverständlich ganz unmöglich gewesen.
Es ist hier nicht möglich, alle die Einzelheiten
anzuführen, die zu dem auf der Tafel dargestellten
Schlußergebnisse geführt haben; es sollen aber be-
stimmte Gesichtspunkte angegeben werden, die es
ermöglichen, die Richtigkeit nachzuprüfen. Als Aus-
gangspunkt der Betrachtung diene das Mittelstück.
Daß der unten ansetzende Teil hinzugehört, kann
keinem Zweifel unterliegen, da die Füße des einen
Engels von dem großen Stücke sich noch auf ihm be-
finden; auch die Säulen finden ihre natürliche Fort-
setzung. Links oben ist an das zusammenhängende
Mittelstück ein Teil mit zwei Hirschen und mit einem
Adler darunter angesetzt; besonders der Adler, dessen
Flügel in das große Stück hineinreichen, macht den
Anschluß klar. Oben neben den Hirschen schließt
dann ein größerer Teil mit zwölf mehr oder weniger
erhaltenen Quadraten und geometrischen Omamen-
ten an. Das steinbockartige Tier reicht zum Teile in
das vorhergehende Stück hinein und sichert dadurch
die Anordnung. Schon hier ergibt sich ganz deutlich,
daß wie beim Pluviale die Grundfarben der Quadrate
diagonal angeordnet sind; es wurde mit dieser Er-
kenntnis ein wichtiger Gesichtspunkt zur Kontrolle
und zur Weiterführung in die nächsten, weiter rechts
ansetzenden Teile gewonnen. Besonders wichtig war
aber noch eine zweite Beobachtung. Es zeigte sich
nämlich bei genauer Untersuchung, daß sich in dem
großen Mittelstücke ungefähr am Fußende der ober-
sten Säulenstellung von rechts nach links zwei unter
der Stickerei aneinandergenähte Sahlkanten der Lein-
wand hinziehen. In der Reproduktion tritt dies übri-
gens viel deutlicher hervor als im Originale, da man
die halbkreisförmige I-Iilfsleinwand der Pause ab-
sichtlich an dieser Stelle zusammengenäht hat und dies sich durch die Pausen
hindurch geltend macht. Der große Halbkreis auf der Tafel I soll nämlich
die ursprünglich dem Zeichner vorliegende Leinwand, die dann bestickt
wurde, darstellen. Ebenso wie beim Pluviale reichte die Stoffbreite nicht
aus; diese Stoffbreite, die uns das Antependium und das Pluviale durch beide
" Nach Rohault de Fleury, „La Messe", VII, Seite x66.