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MAK

Full text : Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 3)

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dukatenstück von Kaiser Ferdinand

 IIL, ein Fünfdukatenstück

 von Kaiser Leopold I.

und ein schönes Achtdukatenstück

 der Äbtissin Dorothea,

Herzogin von Sachsen, Quedlinburger

 Prägung von 1617.

Sehr viele kleine, an sich unbedeutende,

 doch als ErgänzungderSammlungbegrüßens-



 Stücke des XV. bis

XVII. Jahrhunderts lieferten

die Münzfunde von Baumgarten,

 Ebersdorf, Oberstrahlbach,

 Pleschnitz, Rotneusiedel

und Ulrichskirchen.

Eine besonders dankenswerte

 Bereicherung bilden 81,

meist sehr schön erhaltene

Brakteaten des XII. bis XIV.

Jahrhundens, welche vornehmlich

 dem berühmten

Funde von Seega entstammen.

Sonst verdienen noch

Erwähnung eine mit Ölfarben

bemalte Bleiplakette mit dem

Porträt Papst Pius' VI. von

Hilpert, eine Taufmedaille des Matthias Panlehner vom Jahre 1630, eine religiöse Medaille

von Anton Meybusch, welche für die Biographie und den Entwicklungsgang dieses

Meisters nicht ohne Interesse ist, nachdem die eine Seite Paris 1687, die andere Kopenhagen

 1696 signiert ist; eine religiöse Medaille von 1565 des Paduaners Giovanni Carino

aus dessen Spätzeit, die auffallenderweise die Trinität noch als dreiköpfige Gestalt zeigt,

endlich eine Bleimedaille des Leopold I-Ieuberger, wohl Unikum, zum 60. Geburtstag

Kaiser Franz' I.

Unter den Erwerbungen der KUNSTINDUSTRIELLEN SAMMLUNG sind hervorzuheben:

 Ein reichgraviertes silbernes Reliquiar in Gestalt eines Flügelaltärchens. Das

Werk, das als Widmung des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Josef Ferdinand an Seine

Majestät in die Sammlung gelangte, trägt dasWiener Beschauzeichen und die Marke HBL,

stammt aus dem Ende des XVI. Jahrhunderts und ist durch seine religiös-allegorischen

Darstellungen interessant. Ferner eine silberne Doppelmedaille, geprägt auf den Entsatz

Wiens im Fahre 1683. Sie zeichnet

sich durch das hölzerne Behältnis

aus, bestehend aus einem kreisrunden

Rähmchen und zwei daran zu schraubenden

 Deckeln, an deren Innenseiten

sich Papierblättchen mit hübschen gestochenen

 Versen befinden. Das Stück

wurde von I-Ierrn Siegmund Ratzersdorfer

 gewidmet. Hier abgebildet ist

die ungemein interessante, bemalte

deutsche Tonbüste vom Beginn des

Oberösterreichischer Taler von 155a XVI. Jahrhunderts, die 1908 aus der



F. von Arnerling, Porträt des Malers Bendemann (Hofrnuseum in Wien)



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