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MAK

Full text : Jahresbericht (1867)

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Unter den einsehen Arten der Beprodnotionen sind es insbesondere die Gypsabgiisse,

 welche weitaus den besten Absatz finden. Der Verkauf derselben hat sich in

ganz ausserordentlieher Weise gehoben.

Diese Abgüsse werden nicht nur vdn Schulen, Gewerbevereinen und Kunstinstituteu

gekauß, sondern sie erfreuen sich bereite einer starken Nachfrage von Seite des grossen

Publicums, welches dieselben, unter ihnen besonders die figurslen Gegenstände, lebhaft

begehrt. Das Museum erzielt durch Anfertigung dieser Abgüsse ein doppeltes Resultat.

Es verschaiit den Schulen und der Kunstindush-ie gute und billige Modelle und bietet dem

kunstliebenden Publicum einen schon heute sehr beliebten und seiner Billigkeit wegen

sehr gesuchten plastischen Schmuck für Wohnräume etc.

An der Abnahme dieser Abgüsse participirten ausser vielen inländischen, insbesondere

 Wiensr Schulen, auch ausländische Anstalten und Vereine. Unter ihnen sind zu

erwähnen: der Gswerbeverein in Hannover, welcher sich in den fortgesetzten Besitz dieser

Nachbildungen setzt, die groesherzogliche badische Landes-Gewerbehalle, die Centralstelle

für Handel und Gewerbe in Stuttgart, das Berliner Gewerbemuseum etc. Inländische, besonders

 Wiener Bildhauer betheiligen sich ebenfalls lehhaü an dem Kaufe dieser Abgüsse.

Das von Herrn G. Hass geleitete galvanoplastisehe Atelier hat die Bestimmung,

die bedeutenderen zeitweise im Museum ausgestellten Goldschmiedeerbeiten, welche Fir

die Geschichte dieses Kunstzweiges besonderes Interesse haben, vollkommen getreu in

Metall wiederzugeben. Auch diesen Reproductionen gegenüber zeigte sich eine erfreuliche

Steigerung der Theilnahme des Publicums, sowie der Nachfrage von Seite der im Anelsude

neu errichteten Gewerbemuseen.

Die Abnahme der von Herrn L. Augerer angefertigten Photographien des

Museums erhielt sich, wenn sie auch keine so glänzenden Resultate wie die der Gypsabgüsse

 lieferte, dooh auf einem ziemlich stetigen Niveau. Von den einzelnen Kategorien

derselben sind noch immer die Photographien nach Hnndzeichnnngen alter Meister am

meisten begehrt, welche grösstentheils in den Besitz von Sammlern und Liebhabern übergehen.

 Schulen und Kunstindushielle wenden sich mit gröeserer Vorliebe den plastischen

Modellen zu.

Die Specislpublication: „Die burgundischen Gewänder der k. k. Schatzk

 amme r" , welche im J ehre 1864 edirt wurde, hat ihren Vertrieb grösstentheils gefunden,

erfährt jedoch noch immer einige Nachfrage.

Die Specialpublication über: „Die byzantinischen Buchdsckel der SLMaraus-Bibliothek

 in Venedig", ihres Gegenstandes wegen schon an und flir sich auf

einen kleineren Abnehmerkreie beschränkt, ist noch zu kurz im Verlage, um einen wesentlichen

 Absatz gefunden zu haben. Dieselbe diirfte vorzugsweise an den Bibliotheken der

verschiedenen wissenschaftlichen und Kunstinsütute Deutschlands Eingang finden.

Das Werk: „Umrisse antiker Thongeflisse", schon bei seinem Erscheinen

(1866) lebhaft begehrt, erfreute sich auch im abgelaufenen Jahre einer guten Nachfrage.

An dem Kaufe desselben betheiligten sich sowohl die Glns- und Thenwaarenfabriken als

auch die Schulen des lnlnndes, unter den letzteren namentlich die Schulen Böhmeue,

welche durch den dortigen Lnndes-Schulrath Herrn Meresch in richtiger Erkennung der

Vortheile, welche eine Hebung des Geschmackes fiir Gefässformeu besonders dem Königreiche

 Böhmen zniiihren miisste, auf diese Puhlication aufmerksam gemacht werden waren.

In Bezug auf die Beschaffenheit des Vertriebes von „Sibmnchefs Stiok- und

Bpitzen-Musterbuch" hat das Museum keine Anhaltspunkte gewinnen können, da

dieses Werk nicht im Selbstverlage des Museums erschienen ist und die im Museum verkennen

 Exemplare von dem Verleger (G. Gerold's Sohn) blos commissionsweise übernommen

 werden.

XI.

Organisation des Museums. (Iurntorium und Correspondenteu.

In der Organisation des Museums sind im ubgehnfenen Jnhre keine Veränderungen

vor sich gegangen.

Der Schutz Sr. knie. Hoheit des Heim Eruhernogs Protector hat dem Museum in

seinen im Jahre 1867 zur Austragung gekommenen Lebensfragen wegen Bewilligung

des Neuhaues und Errichtung einer Kunstgewerbeschule, die Erreichung der vom Cumterlum

 und der Direction diesfells gestellten Anträge und Bitten ennöglieht.

Das hohe Staatsministerium (Abtheilung für Cultus und Unterricht) und des später

an dessen Stelle getretene Ministerium für Cultus und Unterricht haben den Angelegenheiten

 des Museums die kräftigem Unterstützung angedeihen sein lassen; wofür dasselbe

diesen haben Stellen zum besonderen Dank verpßichtet ist.
            
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