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MAK

Full text : Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 12)

399

folgt daraus, daß die Spitzen

sämtlicher Pfähle noch über

dem gewachsenen Boden sich

befinden. Um den Nachweis

der Richtigkeit der statischen

Berechnung zu erbringen,

welch letztere auf Grund der

dynamischen Methode nach

der Sternschen „Allgemeinen

Rammformel" vorgenommen

wurde, wurde ein Pfahl einer

Probebelastung, und zwar bis

zu 92.480 Kilogramm unterzogen.

 Bei der maßgebenden

Belastung von 40.000 Kilogramm

 ergab sich eine Setzung

von rund 9 Millimeter. Dieses

Maß ermäßigt sich selbstverständlich

 bei in Gruppen gerammten

 Pfählen und in der

Tat ergaben die unter Kontrolle

 der k. k. Bauleitung

während und nach dem Aufbau

 vorgenommenen Kontrollnivellements

 der in den Fundamentbetonkörpern angebrachten Fixpunkte

durchweg geringere und vollständig gleichmäßige Setzungen.

Wie der Fundamentplan zeigt, wurden die Pfähle fast in allen Mauern

in zwei Reihen, und zwar versetzt angeordnet. Nur in den sehr gering

belasteten Mauern konnte mit einreihiger Anordnung das Auslangen gefunden

werden. Die Pfahlentfernung beträgt je nach der Belastung der Mauern im

Durchschnitt I'I0 Meter. Über den Pfahlköpfen wurde ein zirka 1 bis 1' 5 Meter

hoher Stampfbetonrost ausgeführt.

Der Zubau wurde nach den Plänen des Architekten Oberbaurates Ludwig

Baumann im Auftrage des k. k. Unterrichtsministeriums, in dessen Ressort

das Österreichische Museum zur Zeit des Baubeginnes gehörte, aufgeführt.

Der Bau hat in der Wollzeile eine F rontlänge von 41'6o Meter, neben dem

Wienflusse eine solche von 57'8o Meter. Der Trakt in der Wollzeile ist

zweistöckig und enthält den Haupteingang, die Eintrittshalle (Vestibül),

Bureauräume, im ersten Stock den Vortragssaal und im zweiten Stock die

Wohnung des Museumsdirektors. Rechts und links von der Eintrittshalle,

beziehungsweise dem Vortragssaale sind die Geschosse - im Parterre und

im ersten Stockwerk - durch Decken in Zwischengeschosse unterteilt,

welche als Bureauräume, beziehungsweise im Parterre links als Wohnung

für den Portier verwendet werden. Der an diesen Trakt anstoßende neue



Probepilote

76'
            
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