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MAK

Full text : Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 10)

trug ihre bald nach dieser, bald nach jener Seite hervorbrechenden feindlichen

 Neigungen auch auf die männlichen Parteien. Dimensional größer

wurde eine durch den kurz nachher ins Leben getretenen „Wohnungsverein"

in Angriff genommene Gruppe von ebenfalls dreistöckigen I-Iäusern mit Kniestock.

 Eine weitere von zweistöckigen I-Iäusern folgte. In letzteren sind durchwegs

 dreizimmerige Wohnungen, Preis x90 bis 270 Mark, untergebracht.

Die nach Fertigstellung der I-Iäuser erfolgte sofortige Vermietung zeigte,

wie notwendig die Neuerung sei. Indes entsprang diesen Versuchen noch

nicht der geringste Einßuß auf die Mietpreise von Kleinwohnungen überhaupt

und außerdem traten auch da die mit der Unterbringung vieler Parteien unter

einem Dache unvermeidlichen Mißstände ein.

Was die Erscheinung dieser Gebäude betrifft, so war der armenhäuslerische

 oder kasemenhafte Charakter, der bei solchen Anlagen meist

zum Ausdruck kommt, nach Tunlichkeit vermieden. Das Bestreben ging

vielmehr dahin, den innen einfach, aber solid ausgestatteten, sehr hellen,

gut lüftbaren Wohnungen auch äußerlich den Stempel wohnlicher Niederlassungen

 zu geben. Obschon die Gemeinde der Angelegenheit wohlwollendstes

 Interesse entgegenbrachte, hatte sie sich bis dahin doch nicht direkt

am Kleinwohnhausbau beteiligt. In der Weise nun, wie es bis anhin geschah,

brachte die Schaffung billiger Mietswohnungen keine besonders befriedigenden

 Resultate mit sich. Es wurde anders von dem Moment ab, wo die Ge-Abb.

 n. Gemeinnützige Bauten der Stadt Ulm. Gartenseite eines Einfamihnen-Doppelhauses. Architekt: Reg.-Baumeister

 Holch


            
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