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Full text: Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 8 und 9)

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Fürstenhut auch 
nicht weiter 
mehramAI-Iin- 
ter dem Wap- 
penpavillon er- 
scheint eben- 
falls nach alt 
französischem 
Muster in man- 
chem großen 
Staatswappen 
das Reichsban- 
ner aufgestellt. 
Wir finden die- 
ses im großen 
preußischen 
Wappen (Abb. 
32), dem jenes 
im großen Wap- 
pen des deut- 
schen Kaisers 
in der äußeren 
Form und Stel- 
lung nachge- 
bildet wurde, 
im großenWap- 
pen des kleinen 
Sachsen-Alten- 
burg, wo es je- 
doch durch sei- 
ne eigentüm- 
liche Form eher 
einem über eine Stange zum Trocknen gelegten Wäschestück gleichti ferner 
in den großen Wappen von Rußland, Italien, Belgien und Rumänien. 
Als Schildhalter finden sich Menschen und Tierüguren, so zum Beispiel 
stehende und fliegende Engel, geharnischte Ritter, laubbekränzte wilde 
Männer mit Standarten (Abb. 32) oder mit Keulen (Abb. 33) und ebensolche 
Weiber, ferner Löwen, Greife, Einhörner, Hirsche, Bären, Stiere und so 
weiter; in den überseeischen Länderwappen, speziell in den Wappen der Kolo- 
nien auch noch verschiedene Repräsentanten der exotischen Fauna (Abb. 53). 
Hier sei gleich bemerkt, daß das Aufstellen von Schildhaltem auf flatternden 
Devisenbändem fehlerhaft ist (Abb. 41), weil doch ein schwaches Band auf 
' Ströhl, Deutsche Wappenrolle Tafel XII. 
Abb. 42. Wappen des Großherzogtums Sachsen (verkleinerte Kopie aus Suöhl, 
„Deutsche Wappenrolle")
	        
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