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MAK

Full text : Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 8 und 9)

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Leitung des Museums als wünschenswert erscheinen, im Anschluß an die

Sammlungen des Museums die dem Museum zunächst stehenden bayerischen

Manufakturen nochmals in einem wesentlich erweiterten Bilde in erster

Linie dem Fachmann und Kenner, in zweiter aber auch den weiten Kreisen

der Kunstfreunde vorzuführen.

Das Bayerische Nationalmuseum muß ja naturgemäß es als seine Aufgabe

 betrachten, gerade die Abteilung alten bayerischen Porzellans nach

Möglichkeit zu fördern und zu heben. Freilich sind die materiellen Bedingungen

 für eine wesentliche Vermehrung der Bestände des Museums heute



Kavalier und Krinolinefigur, Nymphenburg, 1750 bis 1760 (Bayerisches Nadonalmuseum, München)

schon so schwierige, daß auch auf annähernde Vollständigkeit kaum je

gehofft werden kann. Immerhin mußte es dem Museum und den dem Museum

nahestehenden Freunden von höchstem Interesse sein, das nächstliegende

Gebiet der alten bayerischen Porzellankunst einmal sich selbst und andern

zur Anschauung zu bringen.

Die Beziehungen der einzelnen Fabriken, die für die Ausstellung in Frage

kamen, sind allerdings ziemlich äußerliche, nur durch die geographischen

Grenzen des heutigen Königreichs bedingte, während die Fabriken, die

früher auch dynastisch getrennt waren, materiell und in ihrer künstlerischen

Entwicklung nur sehr lose Beziehungen aufweisen.

Für den Erfolg der Ausstellung war außer den eigenen Beständen des

Museums, die übrigens nur teilweise zu Hilfe genommen wurden, von vorn-
            
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